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Waldbrand im Rheingau-Taunus-Kreis nach zwei Tagen gelöscht

Ein riesiger Waldbrand zwischen Bad Schwalbach und Taunusstein forderte über zwei Tage hinweg die Hilfe von 1.100 Einsatzkräften.

Am Mittwoch gegen 13:20 Uhr ging der erste Alarm ein. Im Wald zwischen Bad Schwalbach-Hettenhain und Taunusstein-Seitzenhahn (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen) brannte es. Weil das Feuer tief im Wald wütete, brauchten die Retter rund 30 Minuten, um die Stelle überhaupt zu finden und zu erreichen. Als sie dort ankamen, standen Fichten bereits bis in die Baumkronen in Flammen.

Das Wetter machte die Arbeit extrem schwer. Starker Wind und eine geringe Luftfeuchtigkeit trieben das Feuer voran. Zudem änderte der Wind immer wieder die Richtung. In Kombination mit dem steilen Hang und viel Totholz am Boden wurde die Lage schnell gefährlich. Funken flogen durch die Luft und entfachten immer wieder neue Glutnester. Insgesamt brannten rund 25.000 Quadratmeter Waldfläche ab.

Kurz darauf, am Mittwochabend, gab es noch ein zweites Feuer im Bereich Bad Schwalbach-Fischbach. Dort waren etwa 100 Leute im Einsatz, die den Brand noch in der Nacht löschen konnten. Wegen des starken Rauchs wurden die Menschen in der Region über Warn-Apps informiert. Die Feuerwehr betonte jedoch, dass keine Gefahr für die Wohnhäuser bestand.

Um das Chaos zu bewältigen, teilten die Verantwortlichen das Gebiet in drei Abschnitte auf. Insgesamt halfen rund 1.100 Menschen mit. Neben den Feuerwehren aus dem gesamten Kreis waren auch Löschzüge aus Wiesbaden und dem Main-Taunus-Kreis im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom THW, dem DRK, den Maltesern, dem ASB und den Mitarbeitern von Hessen-Forst.

Besonders die Nacht war schwierig. Da viele Bäume beschädigt waren und jederzeit umstürzen konnten, sicherten die Teams nur die Außenkanten des Brandgebiets. Erst nach Sonnenaufgang konnten die Leute von Hessen-Forst Bäume fällen, damit die Feuerwehr die Glutnester im Inneren erreichen konnte. Drohnen halfen dabei, versteckte Feuerstellen aus der Luft zu finden.

Das Feuer konnte schließlich nach zwei Tagen gegen 21 Uhr gelöscht werden. Vier Einsatzkräfte wurden bei den Arbeiten leicht verletzt.

Auch jetzt ist die Gefahr noch nicht ganz vorbei. Die Retter sind weiterhin mit Nachlösch- und Aufräumarbeiten im Wald beschäftigt. Es gibt immer noch Glutnester und instabile Bäume. Die Feuerwehr warnt die Bevölkerung deshalb, das Gebiet zu meiden, die Absperrungen zu beachten und die Wege für die Fahrzeuge freizuhalten.

Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Rheingau-Taunus-Kreis – zur Originalmeldung

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