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Rems-Murr-Kreis startet Kampagne für den Notfall

Copyright und Urheber siehe Alfdorf

Unter dem Motto „Älles parat“ wollen der Landkreis und alle Gemeinden die Menschen besser auf Krisen vorbereiten. Ziel ist es, dass jeder Einzelne im Ernstfall weiß, was zu tun ist.

Was passiert, wenn nach einem schweren Unwetter plötzlich der Strom ausfällt oder die Straßen überflutet sind? In solchen Momenten zählt jede Minute. Deshalb startet der Rems-Murr-Kreis (Baden-Württemberg) gemeinsam mit allen 31 Städten und Gemeinden, darunter auch Alfdorf, eine große Kampagne zum Bevölkerungsschutz.

Die Verantwortlichen wollen die Menschen dazu bringen, mehr Eigenvorsorge zu betreiben. Es geht nicht darum, Panik zu verbreiten, sondern Verantwortung zu übernehmen. Wer zum Beispiel einen Notfallrucksack gepackt hat, einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln im Haus hat oder die Nina-Warn-App auf dem Handy nutzt, kann im Ernstfall nicht nur sich selbst, sondern auch der Nachbarschaft helfen. Besonders die Starkregen-Ereignisse aus dem Jahr 2024 haben gezeigt, wie schnell eine Lage außer Kontrolle geraten kann. Neben Hochwasser und Unwettern stehen auch Brände, extreme Hitze oder lange Stromausfälle im Fokus.

Passend zum bundesweiten Warntag am Donnerstag, den 10. September, um 11 Uhr, wird die Kampagne nun sichtbar. In der Region werden auffällige blau-orange Plakate auftauchen. Darauf sind normale Bürger und die Bürgermeister der Gemeinden zu sehen, die Taschenlampen oder Wasserkanister in der Hand halten. Außerdem gibt es Banner an Brücken und ein großes Fassadenbanner am Sitzungssaal des Landkreises am Alten Postplatz 10 in Waiblingen. Dieser Saal dient im Krisenfall als moderner Stabsraum für die Verwaltung.

Wer wissen möchte, wie er sich konkret vorbereiten kann, findet alle Infos auf der Website „sei bereit - Rems-Murr-Kreis“. Dort gibt es kompakte Tipps vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie eine Liste mit Anlaufstellen und Hilfsangeboten direkt vor Ort in den Gemeinden.

Neben der Vorsorge zu Hause wirbt der Kreis auch für das Ehrenamt. Die Feuerwehren, das THW und die Rettungsdienste suchen immer wieder Unterstützung. Laut Kreisbrandmeister Pascal Dölle sind für viele Aufgaben keine Vorkenntnisse nötig, sondern vor allem Teamgeist und die Lust, anderen zu helfen.

Die Idee für die Kampagne stammt aus einem Austausch mit dem Landkreis Nordfriesland, von dessen Erfahrungen man im Rems-Murr-Kreis profitieren wollte.

Quelle: Alfdorf – zur Originalmeldung

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