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Alfdorf: Sanierung am Hochwasserrückhaltebecken Hüttenbühl fertig

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Nach schweren Schäden durch Starkregen wurde das Becken im Teilort Hüttenbühl modernisiert. Die Arbeiten kosteten rund 1,25 Millionen Euro.

Im Teilort Hüttenbühl (Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg) ist das Hochwasserrückhaltebecken an der schwarzen Rot wieder einsatzbereit. Die Anlage wurde komplett saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Eigentlich war die Modernisierung für 2025 geplant, doch ein extremes Wetterereignis beschleunigte die Sache.

Anfang Juni 2024 gab es heftige Regenfälle. Innerhalb von zwei Tagen fielen etwa 113 Liter Wasser, wodurch das Becken fast voll war. Am Sonntagabend, dem 2. Juni, kam es dann in nur drei Stunden zu weiteren 100 Litern Niederschlag. Das Wasser riss den Steuerschieber aus der Verankerung und spülte Erde unterhalb des Dammes weg. Diese Schäden mussten sofort behoben werden.

Die Sanierung lief in zwei Etappen ab. Zuerst wurde im Herbst 2025 das Betriebsgebäude modernisiert. Das Dach und die Fassade wurden erneuert. Im Inneren ersetzte man die alten Schieber. Damit die Anlage auch dann noch funktioniert, wenn ein Teil ausfällt, gibt es nun einen zweiten Ersatzschieber. Außerdem wurden die gesamte Elektronik und die Messgeräte ausgetauscht. Das Becken ist nun an ein modernes Leitsystem angeschlossen.

Im Frühjahr 2026 startete der zweite Teil der Arbeiten. Die Fachleute bohrten neue Pegel zur Überwachung des Dammes und bauten eine Pumpstation für Sickerwasser ein. Auch das Tosbecken und die Hochwasserentlastung wurden mit Beton saniert. Jetzt fehlen nur noch wenige Details: Ein Stahlbauer bringt neue Geländer an den Absturzstellen an und ein Elektriker verlegt die letzten Kabel.

Besonders aufwendig war die Reinigung des Sees. Im Herbst 2024 wurde das Becken erst abgefischt, dann wurden 6.650 Kubikmeter Schlamm und Sand aus dem Grund geholt. Dieser Dreck stammte vor allem von umliegenden Äckern und wurde später dort wieder als Bodenverbesserung verteilt. Zum Schutz des Dammes vor Bibern wurden zudem Steine auf der Seeseite aufgeschüttet.

Insgesamt kostete das Projekt rund 1,25 Millionen Euro. Da der Hochwasserschutz eine Aufgabe des Landes ist, übernimmt das Land 70 Prozent der Kosten. Der Wasserverband Kocher-Lein, der insgesamt elf solcher Seen betreibt, plant bereits die nächsten Schritte: 2027 wird das Becken Rehnenmühle gereinigt, 2029 folgt das Becken Täferrot.

Quelle: Alfdorf – zur Originalmeldung

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