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Rems-Murr-Kreis startet Kampagne für den Notfall

Copyright und Urheber siehe Berglen

Unter dem Motto „Älles parat“ wollen der Landkreis und alle Gemeinden die Bürger besser auf Krisen vorbereiten. Passend zum bundesweiten Warntag gibt es Tipps zur Eigenvorsorge.

Was passiert, wenn nach einem schweren Unwetter plötzlich der Strom ausfällt oder die Straßen überflutet sind? In solchen Momenten zählt jede Minute. Deshalb starten der Rems-Murr-Kreis (Baden-Württemberg) und alle 31 zugehörigen Städte und Gemeinden, darunter auch Berglen, eine gemeinsame Kampagne zum Bevölkerungsschutz.

Das Ziel ist klar: Die Menschen sollen lernen, wie sie sich selbst helfen können, bevor die Profis eintreffen. Die Erfahrungen aus den schweren Starkregen im Jahr 2024 haben gezeigt, wie schnell eine Lage außer Kontrolle geraten kann. Ob Hochwasser, Brände, extreme Hitze oder ein langer Stromausfall – die Kampagne „Älles parat“ soll die Bürger dazu ermutigen, einfache Vorkehrungen zu treffen.

Konkret geht es darum, die sogenannte Eigenvorsorge zu stärken. Landrat Dr. Richard Sigel rät dazu, sich einen kleinen Vorrat anzulegen, einen Notfallrucksack zu packen und die Nina-Warn-App auf dem Handy zu installieren. Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall nicht nur sich selbst schützen, sondern auch den Nachbarn helfen.

Ein wichtiger Termin steht kurz bevor: Am Donnerstag, den 10. September, findet um 11 Uhr der bundesweite Warntag statt. Dieser dient als Startschuss, um das Thema sichtbar zu machen. In der Region werden dafür blaue und orangefarbene Plakate aufgehängt. Darauf sind echte Bürger und Bürgermeister zu sehen, die Taschenlampen oder Wasserkanister in der Hand halten. Auch ein großes Banner am Alten Postplatz 10 in Waiblingen soll die Aufmerksamkeit auf das Thema lenken.

Wer wissen will, was genau zu tun ist, kann die Website „sei bereit“ besuchen. Dort gibt es kompakte Infos vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie eine Liste mit Anlaufstellen und Hilfsangeboten direkt vor Ort in den Gemeinden.

Neben der Vorsorge wirbt der Kreis auch für das Ehrenamt. Die Feuerwehren, das THW und die Rettungsdienste suchen immer wieder Unterstützung. Kreisbrandmeister Pascal Dölle betont, dass man für viele Aufgaben kein Vorwissen braucht, sondern vor allem Teamgeist und die Lust, anderen zu helfen.

Die Idee für die Kampagne stammt aus einem Austausch mit dem Landkreis Nordfriesland, von dessen Erfahrungen man im Rems-Murr-Kreis profitieren wollte.

Quelle: Berglen – zur Originalmeldung

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