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Reichelsheim: Startup will Industrie mit Mikrowellen revolutionieren

Copyright und Urheber siehe Odenwaldkreis

Landrat Frank Matiaske besuchte die IMP GmbH in Reichelsheim. Das junge Unternehmen entwickelt Technik, mit der Fabriken Energie sparen und Gas ersetzen können.

In einem Fachwerkhaus mitten in Reichelsheim (Odenwaldkreis, Hessen) tut sich gerade etwas Neues. Dort ist die IMP GmbH ansässig, ein Startup, das sich auf industrielle Mikrowellentechnik spezialisiert hat. Landrat Frank Matiaske und Gabriele Quanz von der Wirtschaftsförderung besuchten das Unternehmen am 20. August 2026, um sich die Technik anzusehen.

Geschäftsführer Moritz Gorath, der früher als Entwicklungsleiter in der Branche arbeitete, führt das Unternehmen zusammen mit einem Team von insgesamt sechs Menschen. Er stellte den Besuchern klar, dass seine Anlagen nichts mit den kleinen Geräten aus der Küche zu tun haben. Die Maschinen der IMP GmbH sind für den harten Fabrikalltag gebaut. Sie sollen rund um die Uhr laufen und täglich tonnenweise Material verarbeiten.

Die Idee dahinter: Mikrowellen können Stoffe gezielter erwärmen als herkömmliche Methoden. Das spart Zeit und vor allem Energie. Die Technik ist für viele Branchen interessant, etwa für die Chemie- und Lebensmittelindustrie, die Batterieherstellung oder die Produktion von Düngemitteln. Ziel ist es, fossile Brennstoffe wie Erdgas in der Industrie durch diese effizientere Technik zu ersetzen. Aktuell arbeitet das Team unter anderem an einem Reaktor, der Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff umwandelt.

Das Startup ist seit 2023 aktiv und erst seit drei Monaten am Standort in Reichelsheim. Während der Betrieb läuft, werden dort derzeit moderne Büros, Labore und eine kleine Werkstatt aufgebaut. Dass die Firma wächst, zeigt auch der Erfolg bei den Patenten: Drei sind bereits lizenziert, ein weiteres ist angemeldet.

Finanziell wurde der Start unterstützt. Rund 25.000 Euro flossen über die LEADER-Förderung, ergänzt durch Mittel der EU und des Landes Hessen sowie Eigenkapital. Damit konnte die nötige Hard- und Software gekauft werden. Auch regional setzt das Unternehmen auf Zusammenarbeit; so kommen Standardteile von der Firma Muegge aus Reichelsheim.

Landrat Matiaske betonte, dass der Kreis solche technologieorientierten Gründungen unterstützen will. Da das Unternehmen wächst, wird mittelfristig vermutlich mehr Platz nötig sein. Die Wirtschaftsförderung begleitet die Firma daher auch bei der weiteren Entwicklung des Standorts.

Weitere Details zur zeitlichen Planung der Labor- und Werkstattfertigstellung liegen bislang nicht vor.

Quelle: Odenwaldkreis – zur Originalmeldung

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