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Rastatt will Straßenlärm mit neuem Plan senken

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Die Stadt Rastatt aktualisiert ihren Lärmaktionsplan. Mit Tempolimits und speziellem Asphalt soll es für die Anwohner ruhiger werden.

In Rastatt (Baden-Württemberg) kämpft die Stadt gegen den Krach durch den Straßenverkehr. Dafür gibt es den sogenannten Lärmaktionsplan. Das Dokument wurde erstmals 2017 erstellt und in den Jahren 2022 und 2025 aktualisiert. Dabei konnten die Bürger mithelfen, die Planung zu verbessern.

Die Stadt muss diesen Plan erstellen, weil es entsprechende EU-Richtlinien und deutsche Gesetze gibt. Ziel ist es, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Maßnahmen werden vor allem dort gegriffen, wo die Lärmwerte tagsüber 65 Dezibel und nachts 55 Dezibel überschreiten. Die Stadt berechnet diese Werte mithilfe von Verkehrszählungen und schaut sich dabei auch die Beschaffenheit der Straßen und die Gebäude im Umfeld an.

Um den Lärm zu senken, setzt die Stadt auf verschiedene Mittel. Ein schnelles Mittel ist die Senkung der Geschwindigkeit, etwa durch Tempo-30-Zonen. Das geht jedoch nicht überall, zum Beispiel auf Bundesstraßen, die eine wichtige überregionale Bedeutung haben. Alternativ gibt es bauliche Lösungen: So wird sogenannter Flüsterasphalt verbaut, Straßen werden verschmälert oder es werden Schallschutzwände errichtet. Auch Schallschutzfenster in Häusern oder eine geschickte Planung von Neubaugebieten helfen gegen den Lärm.

Einige Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. In der Lützowerstraße, der Kehler Straße, der Kapellenstraße und der Bahnhofstraße wurde bereits eingegriffen. Auch in der Murgtalstraße in Niederbühl, der Carl-Schurz-Straße, der Karlstraße sowie in der Riedstraße in Plittersdorf und der Friedrichstraße in Ottersdorf gibt es bereits Änderungen. Weitere betroffene Abschnitte sind die L75 zwischen Badener Straße und Hauptzollamt, die Wilhelmstraße und Rheinstraße in Ottersdorf sowie die Plittersdorfer Straße und der Richard-Wagner-Ring. In der Badener Straße im Bereich Münchfeld wurde ebenfalls gearbeitet.

Zusätzlich gilt auf der Nordwestumgehung (L77a) zwischen der Amand-Goegg-Straße und der Konrad-Adenauer-Brücke sowie auf dem Stück zwischen der Plittersdorfer Straße und der Amand-Goegg-Straße nachts Tempo 50.

Für einen ruhigeren Fahrbahnbelag sorgte die Stadt bereits an mehreren Stellen. So wurde die L77a zwischen der Wilhelm-Busch-Straße und der Konrad-Adenauer-Brücke saniert, inklusive der Dehnfugen an den Brücken. Lärmmindernder Asphalt wurde zudem in der Oberwaldstraße, am Leopoldring (L77), in der Röttererbergstraße und auf der B3 Badener Straße zwischen Südring und Münchfeldstadion eingebaut.

Der Plan muss spätestens alle fünf Jahre aktualisiert werden oder sobald sich die Verkehrssituation vor Ort ändert.

Quelle: Rastatt – zur Originalmeldung

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