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Rastatt blickt auf die Geschichte der Stadtpfarrkirche zurück

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Von Krieg und Hochwasser: Die Stadtpfarrkirche in Rastatt hat eine bewegte Baugeschichte hinter sich.

Die Geschichte der katholischen Stadtpfarrkirche in Rastatt (Baden-Württemberg) begann bereits im Jahr 1702. Damals ließ Markgraf Ludwig Wilhelm auf dem Marktplatz die ersten Fundamente legen. Doch die Kirche konnte nicht sofort gebaut werden, weil der Spanische Erbfolgekrieg dazwischenkam.

Auch unter Markgräfin Sibylla Augusta passierte wenig, die Bauarbeiten ruhten. Die Bürger der Stadt wollten die Kirche jedoch unbedingt haben und forderten den Bau immer wieder ein. Erst unter ihrem Sohn, Ludwig Georg, gab es ab 1730 neue Pläne für das Gebäude.

Schließlich ging es 1756 mit dem Bau los. Unter der Regierung von Markgraf August Georg wurde die Kirche im Jahr 1764 fertiggestellt und geweiht. Wer heute die Vorhalle der Kirche besucht, kann dort den Grabstein des Baumeisters Johann Peter Ernst Rohrer finden.

Die Kirche war für die Menschen früher ein wichtiger Ort, besonders in schweren Zeiten. Wenn Seuchen oder die Pest wüteten und kein Arzt mehr helfen konnte, suchten die Leute Mut bei den Bildern der Heiligen Familie an den Altären. Auch die Natur schlug mehrfach zu: Zweimal gab es in der Stadt große Hochwasser. Dabei stand das Wasser sogar bis an die Treppenstufen der Stadtkirche. An den Markierungen am Sockel der Kirche lässt sich heute noch ablesen, wie hoch das Wasser damals stand.

Quelle: Rastatt – zur Originalmeldung

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