Rastatt und Kuppenheim kämpfen um Auto-Jobs
Die Lage in der deutschen Autoindustrie ist angespannt. Deshalb machen Rastatt (Baden-Württemberg) und Kuppenheim jetzt Druck. Die beiden Städte haben sich der Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ angeschlossen. Sie fordern von der Bundesregierung in Berlin schnellere Entscheidungen und mehr Einsatz in Brüssel, damit Deutschland als wichtigster Auto-Standort in Europa nicht den Anschluss verliert.
Besonders im Landkreis Rastatt steht viel auf dem Spiel. Es geht nicht nur um die großen Werke, sondern um eine ganze Kette aus Zulieferern, Logistikfirmen, Handwerkern und Dienstleistern. Wenn es einem großen Werk schlecht geht, spüren das alle in der Region. In Rastatt ist vor allem das Werk von Mercedes-Benz der Motor für den Wohlstand und die Beschäftigung.
Oberbürgermeisterin Monika Müller aus Rastatt warnt, dass Investitionen ausbleiben könnten. Damit sich Firmen wieder hier niederlassen, brauche es günstigere Energiepreise, weniger Papierkram und klare Regeln von der Politik. Auch von der Landesregierung in Stuttgart erwarten die Stadtoberhäupter Unterstützung. Sie wollen, dass die E-Mobilität und das autonome Fahren schneller vorankommen.
Auch in der Nachbarstadt Kuppenheim ist die Lage eng mit dem Rastatter Werk verknüpft. Hier geht es um mehrere hundert Arbeitsplätze. Bürgermeister Karsten Mußler betont, dass Kuppenheim bereits zeigt, wie der Wandel funktionieren kann. Ein Beispiel ist das Batterierecycling, wo neue Technologien direkt vor Ort genutzt werden. Damit das klappt, müssen die Bedingungen für die Firmen stimmen.
Die Initiative der Bürgermeister will als Stimme der Städte auftreten. Sie machen deutlich, dass politische Entscheidungen in Berlin oder Brüssel direkt dort ankommen, wo die Menschen wohnen und arbeiten. Ziel ist es, die Industrie fit für die Zukunft zu machen und die Arbeitsplätze für die nächste Generation zu retten.
Quelle: Rastatt – zur Originalmeldung