Landkreis Rastatt sammelt besonders viel Biomüll
Die Einwohner im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) sind beim Mülltrennen richtig fleißig. Laut der Abfallbilanz 2025 des Landes gehört der Kreis zur Spitzengruppe bei der Sammlung von Bioabfällen. Im letzten Jahr kamen auf jede Person im Schnitt 82 Kilogramm Biomüll. Das ist deutlich mehr als im Landesdurchschnitt, wo es nur 55 Kilogramm pro Kopf waren. Unter den städtischen Kreisen belegt Rastatt damit den fünften Platz.
Das lohnt sich auch finanziell. Der Landkreis hat im Vergleich der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg die siebtniedrigsten Abfallgebühren. Wer seinen Müll also gut trennt und weniger Restmüll produziert, hilft dabei, die Kosten niedrig zu halten.
Was passiert eigentlich mit dem Biomüll? In der Kompostieranlage in Iffezheim zersetzen Bakterien die Abfälle. Dabei entsteht Biogas, aus dem in einem Blockheizkraftwerk Strom gewonnen wird. Die Wärme, die dabei übrig bleibt, versorgt viele Haushalte. Am Ende wird aus dem Rest hochwertiger Kompost gemacht.
Die Biotonne ist im Landkreis schon lange etabliert. Seit sie 1996 eingeführt wurde, ist sie immer wichtiger geworden. Mittlerweile stehen 44.057 Biotonnen im Einsatz. Der Abfallwirtschaftsbetrieb berät die Menschen zudem dabei, wie man den Müll richtig trennt.
Damit die Qualität des Biomülls stimmt, gibt es strenge Kontrollen. Seit Januar 2026 sind sogenannte „kompostierbare“ Biofolien (BAK-Beutel) verboten. Diese Beutel dürfen nicht in die Biotonne. Der Betreiber der Anlage merkt bereits, dass der Müll jetzt sauberer ist. Um Fremdstoffe zu finden, nutzt der Abfallwirtschaftsbetrieb neben Sichtkontrollen auch ein spezielles Detektionsfahrzeug. Die Technik erkennt sofort, wenn Dinge in der Tonne landen, die dort nicht hineingehören.