Ramsau: Kampfmittelberäumung im Zauberwald abgeschlossen
Im sogenannten Zauberwald in der Gemeinde Ramsau (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern) hatten Wanderer zwei Nebelfässer aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Wegen des Fundes mussten am 13. August umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.
Ab 8 Uhr morgens waren bereits die Wanderwege zwischen der Brücke der Alten Hinterseer Straße und dem Kiosk im Zauberwald gesperrt. Gegen Mittag wurde dann auch die Staatsstraße St 2099 (Hinterseer Straße) komplett dichtgemacht. Die Sperre erstreckte sich vom Alpenhotel „Beslhof“ bis zum Parkplatz „Seeklause – Zauberwald“. Auch der untere Teil der Forststraße zum Blaueis sowie der Parkplatz „Zauberwald – Blaueis“ waren für alle gesperrt.
Insgesamt waren knapp 70 Einsatzkräfte im Einsatz. Dazu gehörten das Sprengkommando des Freistaats Bayern, die Polizei Berchtesgaden, die Bergwacht, die Feuerwehr, das Rote Kreuz, das THW sowie das Landratsamt. Die Sicherheit der Menschen in der Gegend hatte Vorrang, weshalb die Absperrungen streng kontrolliert wurden.
Erst als die Experten die Fässer tatsächlich bergen konnten, kam die Entwarnung: Die Behälter enthielten keine gefährlichen Kampfstoffe mehr. Sie waren stattdessen mit Sand und Kies gefüllt. Deshalb konnten die Fässer unkompliziert abtransportiert werden.
Gegen 16:50 Uhr wurden alle Sperrungen für Autos, Radfahrer und Fußgänger wieder aufgehoben. Laut Polizei kam es im Straßenverkehr nur zu kleinen Staus. Sogar die Busse konnten über die Umleitungen ohne Unterbrechung weiterfahren.
Bürgermeister Richard Graßl zeigte sich nach der Pressekonferenz erleichtert, dass die Arbeiten ohne Zwischenfälle verliefen und niemand verletzt wurde.
Quelle: Landkreis Berchtesgadener Land – zur Originalmeldung