Radebeul ehrt zwölf engagierte Bürger für ihr Ehrenamt
In Radebeul (Landkreis Meißen, Sachsen) gab es am 27. August 2026 eine besondere Feier im Kultur-Bahnhof. Oberbürgermeister Bert Wendsche und Zweiter Bürgermeister Silvio Kockentiedt haben dort zwölf Bürgern für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt. Die Geehrten erhielten Ehrenurkunden, Blumen und kleine Geschenke.
Dieses Jahr war eine Premiere für die Stadt. Bisher wurden oft nur bestimmte Bereiche gewürdigt, doch nun wurden Menschen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgezeichnet. Die Auswahl traf der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss im Juni 2026.
Unter den Geehrten waren Menschen mit sehr unterschiedlichen Aufgaben. Andreas Metzner sorgt zum Beispiel dafür, dass illegale Graffitis aus dem Stadtbild verschwinden und betreut junge Sprayer. Heiko Prautzsch ist eine echte Institution: Er ist seit 50 Jahren bei der Traditionsbahn aktiv und fährt trotz einer Behinderung immer noch leidenschaftlich gerne die Schmalspurdampflok.
Auch im sozialen und kulturellen Bereich wurde gefeiert. Kersten Lemke hilft Kindern im Hort beim Lesen, und Christine Ruby setzt sich seit 14 Jahren für Menschen mit Demenz ein. Birgit Freund organisierte die Reihe „Radebeul liest“, die dieses Jahr 800 Besucher anzog. Sebastian Kobelt engagiert sich beim Astroclub, während Hartmut Ebert den Männerchor „Liederkranz 1844“ vor dem Aus rettete und neue Sänger an Schulen gewann.
Besonders jung waren Magdalena Schüßler und Lilia Kannegieser. Die beiden 18-Jährigen leiten in der Lutherkirche die Arbeit mit Konfirmanden und organisieren das jährliche Jugend-Krippenspiel. Carola Aschenbach wurde für ihre Arbeit in der Stadtbibliothek und im dazugehörigen Kulturverein geehrt. Angelika Sachse berät Menschen bei der Freiwilligenagentur, und Carola Schul brachte den Friedensweg in Kötzschenbroda auf den Weg.
Die Stadt möchte mit diesen Auszeichnungen zeigen, dass solche Einsätze für das Zusammenleben in Radebeul wichtig sind. Weitere Informationen zu den Projekten der Geehrten liegen bislang nicht vor.
Quelle: Radebeul – zur Originalmeldung