Radebeul kämpft gegen den Götterbaum
In Radebeul (Landkreis Meißen, Sachsen) breitet sich derzeit der sogenannte Götterbaum rasant aus. Die Pflanze hat gerade Hochsaison und wächst extrem schnell. Man findet sie mittlerweile fast überall: an den Straßen, auf Brachflächen, in Wäldern und sogar in privaten Gärten.
Das Problem ist, dass der Götterbaum eine invasive Art ist. Das heißt, er verdrängt die heimischen Pflanzen. Für die Tiere vor Ort bringt er kaum Nutzen, da er weder gute Nahrungsquellen noch geeignete Nistplätze bietet. Besonders gefährlich ist der Baum für die Weinbaugebiete der Stadt. Die kräftigen Wurzeln können die historischen Weinbergmauern beschädigen. Wenn die Mauern erst einmal kaputt sind, entstehen teure Sanierungskosten.
Wer den Baum auf seinem Grundstück findet, sollte schnell handeln. Einfach nur fällen reicht meistens nicht aus, weil der Götterbaum aus den Wurzeln wieder austreibt. Bei großen Bäumen muss oft der gesamte Wurzelstock weggefräst werden. Auch die Samenstände und Ausläufer müssen entfernt und richtig entsorgt werden. Danach muss man die Fläche immer wieder kontrollieren, ob neue Triebe kommen.
Für die Bekämpfung gibt es eine spezielle Lösung: Das Mittel Ailantex. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der den Baum angreift. Für den Zeitraum vom 15. Juni 2026 bis zum 12. Oktober 2026 gibt es dafür eine Notfallzulassung. Aber Vorsicht: Das Mittel ist nicht für jeden frei verfügbar. Es darf nur in bestimmten Bereichen und nach strengen gesetzlichen Regeln eingesetzt werden.
Die Stadt ruft die Bürger dazu auf, mitzuhelfen und die Götterbäume frühzeitig zu erkennen, um die Kulturlandschaft zu schützen. Weitere Tipps zur Bekämpfung gibt es beim NABU.
Quelle: Radebeul – zur Originalmeldung