Pfaffenhofen: Neue Chefs für Wasserversorgung Rauher-Berg-Gruppe
Am 29. Juni kam sich die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Rauher-Berg-Gruppe im Sitzungssaal des Rathauses in Pfaffenhofen an der Roth (Landkreis Neu-Ulm, Bayern) zusammen. Es stand die konstituierende Versammlung an, bei der es vor allem um die Besetzung wichtiger Posten ging.
Zuerst wurde über den Chef des Verbandes abgestimmt. Dr. Sebastian Sparwasser, der Erste Bürgermeister von Pfaffenhofen, wurde in geheimer Wahl erneut zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Er leitet den Verband also auch in der nächsten Amtszeit weiter. Als seine Stellvertreterin wählte die Versammlung Sabine Ertle, die Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Kötz.
Auch die Regeln für die Zusammenarbeit wurden besprochen. Die Mitglieder entschieden, die bisherige Geschäftsordnung unverändert zu übernehmen, da diese in der Praxis gut funktioniert hatte. Zudem wurden die Mitglieder des Verbandsausschusses sowie des Rechnungsprüfungsausschusses bestimmt. Max Spleiß wurde dabei zum Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses ernannt.
Ein wichtiger Punkt waren die Finanzen für die Ehrenamtlichen. Die monatliche Entschädigung für den Verbandsvorsitz bleibt bei 403,21 Euro, die Stellvertretung erhält weiterhin 172,79 Euro. Außerdem wurde das Sitzungsgeld für die Mitglieder von 40 auf 45 Euro erhöht. Diese neue Regelung gilt rückwirkend zum 1. Mai 2026.
Über eine neue Software für das Wasserleitungskataster konnte die Versammlung noch nicht entscheiden. Die Verwaltung wollte ein Modul für die zentrale Verwaltung von Leitungsdaten und Hausanschlüssen kaufen. Die Mitglieder diskutierten jedoch noch über die Kosten und die Haushaltsplanung. Deshalb wurde das Thema vertagt und kommt erst bei den Haushaltsberatungen wieder auf den Tisch.
Zum Schluss ging es um den Strom. Der Verband will mehr auf Photovoltaik setzen. Beim Hochbehälter Wallenhausen wird nun nicht mehr auf der freien Fläche gebaut, sondern die Anlage direkt auf dem Behälter installiert. In Beuren ist eine große Anlage nicht mehr nötig, weil eine neue Steuerung den Stromverbrauch massiv gesenkt hat – von 18.500 auf etwa 6.000 Kilowattstunden pro Jahr. Dort und in Ebersbach wurden stattdessen kleine Balkonkraftwerke aufgestellt. Bei der Anlage in der Holzschwanger Straße gibt es noch rechtliche Probleme, da gegen die Baugenehmigung ein Verfahren läuft.
Die nächste Versammlung der Rauher-Berg-Gruppe ist für den Herbst 2026 geplant.