Neu-Ulm beruft neuen Internationalen Beirat
In Neu-Ulm (Bayern) gibt es ein neues Team, das als Brücke zwischen der Stadtverwaltung und Menschen mit Migrationshintergrund dienen soll. Mitte Juli kamen die zwölf neuen Mitglieder des Internationalen Beirats zum ersten Mal im Rathaus zusammen. Dezernent Ralph Seiffert überreichte ihnen dort offiziell ihre Urkunden.
Die Mitglieder haben sich in einem öffentlichen Verfahren beworben. Eine Kommission aus der Verwaltung und dem Stadtrat hat dann entschieden, wer dabei ist. Die Gruppe besteht aus Menschen, die in Neu-Ulm leben und verschiedene Herkunftsländer vertreten – unter anderem die Türkei, Syrien, Russland, Indien, Kamerun und Italien. Insgesamt gibt es zwölf feste Mitglieder und ebenso viele Stellvertreter.
Das Gremium arbeitet ehrenamtlich und berät den Stadtrat sowie die Verwaltung. Es geht vor allem darum, Themen wie Migration, Integration und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben anzupacken. Die Mitglieder sollen Anregungen aus der Bevölkerung einbringen und Vorschläge machen, wie das Miteinander in der Stadt noch besser funktionieren kann. Dabei geht es nicht darum, einzelne Nationalitäten zu vertreten, sondern den allgemeinen Zusammenhalt zu stärken.
Der Beirat ist kein neues Konzept, sondern existiert bereits seit 2014 in dieser Form. Er führt die Arbeit eines früheren Integrationsbeirats fort, der schon 1978 ins Leben gerufen wurde. Die aktuelle Amtszeit der neuen Mitglieder läuft nun bis zum Jahr 2032.
Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger betonte, dass ein solches Ehrenamt vom persönlichen Einsatz lebt. Die Mitglieder treffen sich künftig regelmäßig zu Sitzungen, um die Vielfalt der Stadtgesellschaft in die Politik einzubringen.
Quelle: Neu-Ulm – zur Originalmeldung