Pfaffenhofen aktualisiert Mietspiegel: Mieten steigen im Schnitt
In Pfaffenhofen (Landkreis Pfaffenhofen, Bayern) gibt es neue Richtwerte für die Mieten. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung den aktualisierten Mietspiegel für das Jahr 2026 mehrheitlich anerkannt. Wer wissen will, was eine Wohnung in der Stadt kosten darf, kann die Liste ab sofort online unter pfaffenhofen.de/mietspiegel einsehen. Bald gibt es das Dokument auch in gedruckter Form bei der Stadtverwaltung.
Die Zahlen zeigen einen Anstieg: Die durchschnittliche Nettomiete liegt nun bei 10,42 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2024 waren es noch 9,98 Euro. Die Stadt hat die Werte diesmal nicht durch eine riesige neue Umfrage ermittelt, sondern mit einer Rechenformel aktualisiert. Dabei wurde der Verbraucherpreisindex genutzt, der zwischen Januar 2024 und Januar 2026 um 4,42 Prozent gestiegen ist. Die Aufschläge für die Lage oder die Ausstattung der Wohnungen bleiben hingegen gleich.
Im Stadtrat gab es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen. Stadtrat Rohrmann warnte davor, dass ein solcher Mietspiegel Mieterhöhungen eher fördern könnte, weil Vermieter die Werte als Vorlage nutzen. Stadtrat Gold, der auch für den Mieterverein arbeitet, sah das anders. Er betonte, dass der Mietspiegel für beide Seiten Sicherheit bringt. Für Mieter sei er ein Schutz, um zu verhindern, dass die Mieten zu stark ansteigen. Bürgermeister Herker ergänzte, dass gerade in Pfaffenhofen der Wohnungsmarkt sehr angespannt ist. Ein offizieller Mietspiegel helfe dabei, übertriebene Preissprünge zu stoppen. Zudem baue die Stadt über die „WBG“ weiterhin Sozialwohnungen und setze auf das Einheimischemodell, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern.
Für die Bürger bedeutet das konkret: Wenn ein Vermieter die Miete erhöhen will, muss er sich an diesen Mietspiegel halten. Liegt die Forderung über der im Spiegel angegebenen Vergleichsmiete, können Mieter die Erhöhung ablehnen.
Da die aktuelle Methode nur eine Annäherung an die echte Marktentwicklung ist, plant die Stadt für 2028 eine komplette Neuerstellung. Dann sollen wieder echte Daten von vielen Haushalten gesammelt werden, so wie es bereits im Frühjahr 2024 bei über 8.000 Haushalten geschah.