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Personalnot bei der Polizei in Bayern

Die Deutsche Polizeigewerkschaft warnt vor einem massiven Personalmangel. Ein Einstellungsstopp gefährdet laut Gewerkschaft die Sicherheit im Freistaat.

In München (Landeshauptstadt von Bayern) wird derzeit heftig über die Zukunft der bayerischen Polizei gestritten. Die Landesregierung hatte eigentlich versprochen, für die Zeit von 2023 bis 2028 insgesamt 2.000 neue Stellen zu schaffen. Davon sollten 1.000 an die Landespolizei, 500 an die Grenzpolizei und 500 an die Verwaltung und Tarifkräfte gehen.

Doch die Realität sieht anders aus. Bisher wurden erst knapp 850 Stellen wirklich ausgeschrieben. Über 1.150 Stellen wurden durch ein sogenanntes Stellenmoratorium gestoppt. Das bedeutet, dass diese Stellen vorerst nicht besetzt werden dürfen.

Jürgen Köhnlein, der Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, sieht darin ein riesiges Problem. Er sagt, dass die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten dadurch enorm erschwert wird. Besonders schlimm: Ab dem Jahr 2027 könnte es passieren, dass die Polizei ihre eigenen Azubis nicht mehr übernehmen kann, weil einfach die Stellen fehlen.

Auch im Alltag merkt man den Personalmangel bereits. Es ist schwieriger geworden, Teilzeitstellen zu erhöhen oder die Lebensarbeitszeit zu verlängern. Wer gekündigt hatte und zurückkehren will, hat es schwer. Auch die Verbeamtung von Tarifkräften leidet darunter. Köhnlein warnt, dass der Beruf dadurch unattraktiver wird und viele Leute lieber in die freie Wirtschaft wechseln.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Polizei. Neue Aufgaben wie die Drohnenabwehr oder der Bevölkerungsschutz fressen viele Kräfte. In Bayern wird gerade ein eigenes Zentrum für Drohnenabwehr aufgebaut. Zudem gibt es immer mehr Fälle von Betrug und Kinderpornografie. Auch der Ausbau der digitalen Anzeigenstellen braucht dringend neues Personal.

Die Gewerkschaft fordert nun, dass die Regierung den Einstellungsstopp sofort beendet. Die im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern versprochenen neuen Stellen müssen laut Köhnlein zwingend kommen, um die innere Sicherheit zu gewährleisten.

Ob die Landesregierung auf diese Forderungen eingeht, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: DPolG Bayern – zur Originalmeldung

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