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Osnabrück: VW überschlägt sich auf der A1

Ein schwerer Unfall auf der Autobahn führte zu einer Vollsperrung. Während die Retter arbeiteten, sorgte ein Mercedes-Fahrer für zusätzlichen Ärger.

Am Samstagabend kam es auf der A1 in Osnabrück (Niedersachsen) zu einem schweren Unfall. Gegen 22.50 Uhr fuhr eine 43-jährige Frau mit ihrem VW Polo in Richtung Münster. Sie befand sich auf der linken Spur, als ihr Wagen plötzlich ins Schleudern geriet. Die Frau verlor die Kontrolle über den Kleinwagen. Der Polo überschlug sich und kam erst an der Mittelschutzplanke zum Stehen.

Die Fahrerin und ihr 38-jähriger Beifahrer wurden bei dem Crash verletzt. Rettungskräfte brachten beide in ein Krankenhaus. Damit die Polizei den Unfall aufnehmen und das Wrack bergen konnte, musste die Fahrbahn in Richtung Münster für kurze Zeit komplett gesperrt werden.

Während die Beamten noch am Ort arbeiteten, tauchte ein weißer Mercedes mit Herforder Kennzeichen auf. Der Wagen war mit drei Erwachsenen und einem Kind besetzt. Der Fahrer nutzte zuerst die Rettungsgasse und versuchte dann sogar, direkt durch die Unfallstelle zu fahren. Die Polizei konnte das Auto stoppen. Dabei stellte sich heraus, dass zwei der Erwachsenen im Mercedes wohl getrunken hatten.

Die Insassen des Mercedes machten den Einsatz für die Polizei schwierig. Sie zeigten sich uneinsichtig und weigerten sich, mit den Beamten zu kooperieren. Ein Mitfahrer stieg trotz mehrfacher Aufforderung immer wieder aus dem Auto aus und lief auf die Autobahn.

Nun folgen die rechtlichen Konsequenzen. Gegen den Fahrer des Mercedes wurde ein Verfahren eingeleitet, weil er die Rettungsgasse falsch befahren hat. Der Mitfahrer, der die Autobahn betrat und die Anweisungen der Polizei ignorierte, muss sich ebenfalls einem Verfahren stellen. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeiinspektion Osnabrück – zur Originalmeldung

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