Osnabrück: Großbrand in Fleischbetrieb und Steinwurf
Am späten Mittwochmittag gegen 14.35 Uhr ging bei der Polizei in Osnabrück (Niedersachsen) ein Notruf ein. In einem Fleischwarenbetrieb am Traiteur-Platz war die Brandmeldeanlage losgegangen. Die Retter sahen schon von weitem eine dicke Rauchsäule über der Stadt.
In einer Zerlegungshalle war eine Maschine in Brand geraten. Das Feuer breitete sich schnell aus und griff schließlich auf das Dach der Halle über. Weil es so stark rauchte, wurden die Anwohner gewarnt. Sie sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Zudem wurden zeitweise erhöhte Ammoniakwerte in der Luft gemessen.
Insgesamt 150 Menschen mussten das Gelände verlassen. Das waren rund 90 Angestellte des Fleischbetriebs und etwa 60 Mitarbeiter aus einer Firma nebenan. Die Zufahrt zum Betrieb wurde für die Dauer des Einsatzes gesperrt. Glücklicherweise war niemand im Gebäude, als es brannte, und es wurde niemand verletzt.
Mitten in dem Chaos kam es zu einem weiteren Vorfall. Ein 34-jähriger Mann warf Steine gegen ein benachbartes Gebäude und zertrümmerte dabei mehrere Fensterscheiben. Die Einsatzkräfte fanden den Mann kurz darauf in der Nähe. Wegen Sachbeschädigung wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.
Die Feuerwehr arbeitete noch am Donnerstagmorgen an den Nachlöscharbeiten, die Warnung für die Anwohner ist jedoch aufgehoben. Der Sachschaden ist enorm und wird auf Millionenhöhe geschätzt. Eine genaue Summe steht noch nicht fest.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Ob und inwieweit sich der Mann mit den Steinen strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.