Oldenburg plant neues Wohnquartier am Eßkamp
In Oldenburg (Niedersachsen) gibt es bald mehr Platz zum Wohnen. Der Stadtrat hat am Montag, den 31. August, den Bebauungsplan 837 beschlossen. Damit ist die Grundlage geschaffen, dass auf einer Fläche von rund 8,6 Hektar ein neues Wohnquartier entstehen kann. Das Gebiet liegt nördlich des Eßkamps und östlich der Südbäke.
Insgesamt sollen dort mindestens 110 Wohnungen gebaut werden. Die Planung sieht eine Mischung aus verschiedenen Hausarten vor: Es entstehen Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser. Im Osten, direkt am Käthe-Kollwitz-Viertel, wird dichter gebaut. Dort sind zehn Mehrfamilienhäuser mit zwei bis drei Stockwerken geplant, in denen jeweils etwa sechs bis acht Familien wohnen können. Weiter westlich und nordwestlich wird die Bebauung lockerer, dort kommen vor allem Reihen- und Einfamilienhäuser hin.
Ein besonderes Detail ist eine alte Eiche, die als Naturdenkmal geschützt ist. Sie soll zusammen mit einer Grünfläche und einem Bolzplatz das Zentrum des neuen Viertels bilden. Die Hauptstraße führt als gebogene Allee bis zu einem Wendeplatz bei dem Baum.
Auch eine alte Hofstelle wird in die Planung einbezogen. Die Gebäude und das Grün dort sollen erhalten bleiben. Es gibt sogar die Möglichkeit, dort besondere Wohnprojekte zu realisieren.
Umwelt und Natur spielen ebenfalls eine Rolle. Fast vier Hektar des Gebiets gehören zum Landschaftsschutzgebiet Weißenmoor und Südbäke. Dieser Bereich bleibt grün und wird durch eine Wallhecke von den Häusern getrennt. Dort wird eine Anlage zur Regenrückhaltung gebaut. Diese soll nicht nur das Wasser aus dem neuen Viertel auffangen, sondern die Entwässerung im gesamten Stadtteil verbessern.
Die Erschließung des Gebiets läuft über den Eßkamp. Für Fußgänger und Radfahrer werden viele neue Wege gebaut, die das Quartier mit den Nachbarvierteln und den Grünflächen verbinden.
Entwickelt wird das Gebiet von der Alfred Döpker GmbH. Die Stadt hat mit dem Unternehmen einen Vertrag geschlossen. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass ein Teil der Wohnungen preiswerter sein muss, um die Sozialquote einzuhalten.
Wie genau der Zeitplan für den Baubeginn aussieht, ist derzeit noch nicht bekannt.
Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung