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Odenwaldkreis zeigt Technik hinter dem Hochwasserschutz

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Die Odenwald-Akademie hat Interessierte und Schüler zu Anlagen geführt, die normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrt sind.

Wer wissen will, wie der Odenwaldkreis (Hessen) sich vor Überflutungen schützt, konnte das zuletzt hautnah erleben. Die Odenwald-Akademie hat gemeinsam mit dem Wasserverband Mümling zwei Exkursionen zu speziellen Schutzanlagen organisiert. Dabei ging es darum, komplizierte Themen wie den Klimawandel und den Hochwasserschutz einfach zu erklären.

Anfang August besuchten rund 20 Leute den Retentionsraum Schönnen südlich von Erbach. Das ist im Grunde ein riesiges Becken, das bei starkem Regen bis zu 85.000 Kubikmeter Wasser zwischenspeichert. So wird die Spitze einer Flut abgefangen, was den Städten und den Rettern in der Region wertvolle Zeit verschafft, um zu warnen und Schutzmaßnahmen aufzubauen. Die Anlage ist so gebaut, dass sie auch der Natur nicht schadet; Fische können in der Mümling weiterhin ungehindert schwimmen. Bevor die Anlage endgültig in Betrieb geht, muss noch ein Probestau durchgeführt werden.

Bereits im Juni gab es eine Führung zum Hochwasserrückhaltebecken Marbach. Diese war komplett ausgebucht. Sogar ein Leistungskurs des Gymnasiums Michelstadt bekam einen eigenen Termin. Die Schüler und Besucher sahen sich dort die moderne Steuerungstechnik an und liefen unter den Staudamm bis zum Entlastungsturm. Das Becken in Marbach ist gewaltig und kann bis zu 2,4 Millionen Kubikmeter Wasser halten. Seit 1993 wird dort zudem mit einer Turbine Strom aus der Wasserkraft gewonnen.

Das Interesse an diesen Themen ist groß. Auch Ausflüge zu einem Trinkwasser-Behälter in Michelstadt und zum Campus der TU Darmstadt waren schnell voll. Wer noch dabei sein will, kann sich für die nächste Führung zum Trinkwasser-Hochbehälter am Michelshof anmelden. Diese findet am 9. September um 18 Uhr statt. Die Anmeldung läuft über die Webseite der Odenwald-Akademie.

Zudem gibt es im Herbst drei Vorträge im Haus der Energie/Volksbank-Atrium in Erbach. Am 22. September um 19 Uhr geht es um das „Feldlabor Gersprenz“. Am 1. Oktober um 19 Uhr sprechen Experten über Hochwasserrisiken, und am 3. November um 19 Uhr folgt ein Vortrag zum Thema Fischwanderung.

Quelle: Odenwaldkreis – zur Originalmeldung

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