Odenwaldkreis bekommt 600.000 Euro für Integrationsarbeit
In Erbach (Odenwaldkreis, Hessen) gab es am Dienstag gute Nachrichten für die Integrationsarbeit. Die Integrationsstaatssekretärin Katrin Hechler hat dem Kreis einen Bescheid über 600.000 Euro übergeben. Das Geld stammt aus dem Landesprogramm „WIR – Vielfalt und Teilhabe“ und ist für den Zeitraum von Januar 2026 bis Ende 2030 gedacht.
Die Kreisbeigeordnete Rekha Krings nahm das Geld zusammen mit Petra Karg, der Leiterin der Stabsstelle für Chancengleichheit, Integration und Diversität, entgegen. Auch die WIR-Koordinatorin Christin Hauer-Rößler und ihre Kollegin Jutta Reeg waren bei der Übergabe dabei.
Das Geld fließt in das sogenannte WIR-Vielfaltszentrum. Diese Zentren sind eine Art Brücke zwischen dem Land, den Kommunen und den Menschen vor Ort. Sie helfen Zugewanderten dabei, sich zurechtzufinden, und unterstützen Ehrenamtliche sowie Migrantenorganisationen. Ein wichtiger Teil der Arbeit sind die sogenannten Integrationslotsen und Laiendolmetscher. Diese helfen zum Beispiel in Schulen, Behörden oder Arztpraxen, wenn es Sprachprobleme gibt.
Neben der Hilfe für Einzelpersonen geht es auch darum, Rassismus und Diskriminierung entgegenzuwirken. Das Zentrum berät deshalb auch Verwaltungen und Vereine, damit diese offener für Menschen mit verschiedenen Hintergründen werden. In Erbach werden zudem Kooperationen mit der Geflüchteten-Hilfe und externen Trägern vorangetrieben.
Mit der Zusage bis zum Jahr 2030 hat der Odenwaldkreis nun eine verlässliche Grundlage für seine Planung. Die Arbeit des Zentrums wird laut den Verantwortlichen immer wichtiger, da die Nachfrage nach der Expertise im gesamten Kreis steigt.