Bad König appelliert an Bürger zum Wassersparen
In Bad König (Odenwaldkreis, Hessen) wird die Lage beim Trinkwasser ernst. Weil es in den letzten Wochen und Monaten kaum geregnet hat, sinken die Wasserstände in den Bächen, Flüssen und auch in den öffentlichen Brunnen immer weiter. Das Problem zieht sich schon länger hin: Sogar in den Wintermonaten der letzten Jahre gab es zu wenig Regen oder Schnee, sodass sich das Grundwasser nicht richtig erholen konnte.
Bürgermeister Hofferbert warnt nun davor, dass die Stadt gezwungen sein könnte, den Trinkwassernotstand auszurufen, wenn sich nichts ändert. Er bittet alle Bürger, den Wasserhahn nicht sorglos aufzudrehen und bewusst zu sparen.
Besonders bei den Quellwasserbrunnen im Ort gibt es klare Regeln. Wer eine Gießkanne füllt, ist kein Problem. Verboten ist es jedoch, Wasser mit Pumpen abzupumpen oder große Tanks zu füllen. Auch wer regelmäßig große Mengen für den Garten entnimmt oder die Brunnenanlagen gefährdet, handelt unzulässig. Bereits Ende Juli hatte die Wasserbehörde des Odenwaldkreises das Recht aufgehoben, einfach so Wasser aus oberirdischen Gewässern zu entnehmen.
Die Stadt gibt konkrete Tipps, wie jeder im Alltag helfen kann. Im Haus hilft es, zu duschen statt zu baden, die Sparfunktion der Toilette zu nutzen und den Hahn beim Zähneputzen zuzudrehen. Wasch- und Spülmaschinen sollten nur voll beladen laufen. Tropfende Hähne müssen sofort repariert werden.
Im Garten wird empfohlen, Regenwasser in Tonnen oder Zisternen zu sammeln. Auf das Gießen von Rasen und Zierpflanzen mit Trinkwasser sollte man weitgehend verzichten. Auch das Abspritzen von Gehwegen ist nicht erwünscht. Zudem rät die Stadt, Grünflächen seltener zu mähen, da längeres Gras die Feuchtigkeit besser speichert. Schottergärten werden kritisch gesehen, da sie sich in der Hitze extrem aufheizen.
Die Stadt Bad König hofft, dass die Bewohner durch diese Maßnahmen gemeinsam dazu beitragen, die Wasserreserven zu schonen.
Quelle: Bad König – zur Originalmeldung