Oberbergischer Kreis gibt Tipps für sicheres Baden
Sommer, Sonne und Abkühlung im Wasser ziehen viele Menschen in den Oberbergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen). Damit die Erholung an den Talsperren und Gewässern sicher bleibt, hat die Kreisverwaltung wichtige Empfehlungen veröffentlicht. Besonders an der Agger-, Bever-, Brucher- und Lingesetalsperre wird darum gebeten, nur an den offiziellen Badestellen ins Wasser zu gehen. Wer Absperrungen oder Badeverbote ignoriert, geht ein unnötiges Risiko ein.
Ein großes Problem ist oft der Alkohol. Wer betrunken schwimmt, kann seine eigenen Fähigkeiten nicht mehr richtig einschätzen und reagiert langsamer. Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Man sollte langsam ins Wasser gehen, damit sich der Körper an die Kälte gewöhnen kann. Zudem wird gewarnt, dass selbst gute Schwimmer in offenen Gewässern an ihre Grenzen kommen, weil sie die Entfernung zum Ufer oft unterschätzen.
Besonders gefährlich ist das Baden bei Gewitter. In diesem Fall muss das Wasser sofort verlassen werden. Eltern sollen ihre Kinder zudem immer im Blick behalten. Luftmatratzen oder aufblasbare Tiere sind keine Ersatz für eine echte Aufsicht. Auch gegenseitiges Untertauchen oder Schubsen kann schnell zu gefährlichen Situationen führen.
Wenn doch etwas passiert, ist die Notrufnummer 112 die erste Anlaufstelle. Wichtig ist dabei, den Ort des Notfalls so genau wie möglich zu beschreiben. Die Behörden warnen jedoch davor, sich bei einer Rettung selbst in Gefahr zu bringen. Ein Sprung ins Wasser zu einer panischen Person kann lebensgefährlich sein. Besser ist es, Rettungsmittel vom Ufer aus zu nutzen.
Für die Sicherheit vor Ort sorgt die DLRG mit 13 Ortsgruppen und rund 100 Einsatzkräften. Das Gesundheitsamt prüft zudem jeden Monat die Wasserqualität an den offiziellen Badestellen. Die Ergebnisse dazu kann man im Internet unter www.obk.de/badegewaesser nachlesen oder direkt vor Ort an den Aushängen finden.