Gummersbach: 92 Wohnungen in alter Tapetenfabrik geplant
In Gummersbach (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) wird ein altes Industriegelände in ein Wohnviertel verwandelt. Auf dem Areal der ehemaligen Tapetenfabrik P + S an der Kaiserstraße plant die Kaiser 90 Immobilien GmbH aus Soest insgesamt 92 Wohnungen. Das Unternehmen hatte das Gelände bereits im Jahr 2020 gekauft.
Ein Teil der alten Gebäude wurde schon abgerissen. Dort entstehen nun 61 Appartements als Neubau. Diese baut die Firma ohne staatliche Hilfe. In einem anderen, markanten Gebäude entlang der Kaiserstraße sieht es anders aus: Hier werden 31 Wohnungen in die alte Bausubstanz integriert. Damit die Mieten dort bezahlbar bleiben, gibt es eine hohe Förderung. Der Oberbergische Kreis hat knapp 6,7 Millionen Euro aus dem Budget des Landes NRW bewilligt. Das ist die höchste Summe für ein solches Projekt in der Region seit Jahrzehnten. Insgesamt kostet das gesamte Bauvorhaben rund 23 Millionen Euro.
Die 31 geförderten Wohnungen haben zwei bis vier Zimmer und sind zwischen 52 und 100 Quadratmeter groß. Wer dort einziehen möchte, braucht einen Wohnberechtigungsschein. Die Kaltmiete liegt je nach Einkommen bei 6,65 Euro oder 7,70 Euro pro Quadratmeter. Die Gebäude sollen energetisch modernisiert werden, damit sie effizient sind. Bis Ende 2027 sollen die Wohnungen fertig sein.
Landrat Klaus Grootens betonte, dass es wichtig sei, Menschen mit geringerem Einkommen eine Chance auf guten Wohnraum in zentraler Lage zu geben. Neben dem Großprojekt in Gummersbach fördert der Kreis in diesem Jahr auch 14 Wohnungen in Waldbröl und fünf weitere in Bergneustadt. Insgesamt fließen so rund 13 Millionen Euro an Fördermitteln in die Region.
Ob die Bauarbeiten im Zeitplan bleiben und bis Ende 2027 abgeschlossen sind, wird die weitere Entwicklung zeigen.