Nürnberg rüstet sich gegen heftige Starkregen
Am 14. Juli 2026 hat es in Nürnberg (Bayern) extrem stark geregnet. Es war einer der heftigsten Niederschläge, die in der Stadt seit Jahren gemessen wurden. Um solche Situationen künftig besser zu meistern und Schäden zu verhindern, hat die Stadt nun ein spezielles Aktionsprogramm gestartet.
Ein wichtiger Punkt sind die Unterführungen, da diese bei Starkregen schnell vollaufen. In Zerzabelshof wurde deshalb bereits eine Warnanlage installiert, um die Menschen rechtzeitig zu warnen. Insgesamt sollen zwölf gefährdete Unterführungen mit Hochwassermeldern ausgestattet werden. So wird die Feuerwehr automatisch alarmiert. Außerdem kommen Warnschilder und neue Anlagen zum Einsatz.
Die Stadt arbeitet zudem an der Technik im Untergrund. In Kanalschächten werden Messsensoren eingebaut, damit die Stadt genau sieht, wo das Wasser staut. Auch das Netz aus Regenmessern wird erweitert. Besonders wichtige Gebäude wie Krankenhäuser, Altenheime und Kitas werden derzeit geprüft, um zu sehen, wie gefährdet sie sind. Auch die U-Bahnhöfe sollen besser gegen eindringendes Wasser abgeschottet werden.
Neben dem Bau von Notüberläufen und Entlastungen setzt die Stadt auf Information. Es gibt bereits FAQs für Bürger und Hinweise, wie man Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abonniert. Wer privat vorsorgt und Regenwasser auf seinem Grundstück zurückhält oder versickert, soll dabei gefördert werden. Ein eigener Starkregenmelder ist momentan in Arbeit.
Zusätzlich beschafft die Stadt mobile Barrieren und Hochwasserschutzwände. Langfristig soll eine Gefahrenkarte erstellt werden, auf der genau zu sehen ist, welche Bereiche bei Sturzfluten am meisten bedroht sind. Die Maßnahmen sind teilweise bereits abgeschlossen, andere sind Daueraufgaben oder noch in Planung.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung