Nürnberg: Neue Regeln für Heizungen und Sanierungen
In Nürnberg (Mittelfranken, Bayern) entstehen mehr als ein Drittel der CO₂-Emissionen durch das Heizen von Gebäuden. Deshalb müssen alte Öl- und Gasheizungen nach und nach ausgetauscht werden. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) regelt nun, was genau wann verpflichtend ist. Dabei spielen das Alter der Heizung, die Art des Gebäudes und der Wärmeplan der Stadt eine Rolle. Die Hausbesitzer sollen dabei selbst entscheiden können, welche Technik sie nutzen.
Wer in einem Gebiet wohnt, in dem die N-Ergie die Fernwärme ausbaut, kann auf den Anschluss warten. Alle anderen müssen selbst aktiv werden. Die Stadt rät diesen Menschen, sich erst beraten zu lassen, bevor sie einen Handwerker beauftragen. Für die Sanierung von Fenstern, die Dämmung oder den Heizungstausch gibt es Fördergelder vom Bund.
Die Stadt Nürnberg hilft bei der Planung: Über die SAMS-Beratung der Stiftung Stadtökologie gibt es eine kostenlose Erstberatung, die eine halbe Stunde dauert. Termine müssen vorher vereinbart werden. Ob das eigene Haus in einem Fernwärme-Ausbaugebiet liegt, lässt sich über eine interaktive Karte der N-Ergie prüfen.
Auch die Stadt selbst baut um. Auf Dächern von Schulen und Verwaltungsgebäuden werden Photovoltaikanlagen installiert. Zudem wird in neue Technik investiert: Bis Mitte 2028 soll am Klärwerk eine große Wärmepumpe entstehen, die Abwärme ins Fernwärmenetz speist. Außerdem wird geprüft, ob Erdwärme aus großer Tiefe genutzt werden kann und ob das Altholzkraftwerk Sandreuth für Strom und Wärme genutzt wird.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung