Nürnberg baut massiv Schulen und Turnhallen aus
In Nürnberg (Bayern) wächst die Bevölkerung, und damit kommen immer mehr Kinder in die Schulen. Die Stadt kümmert sich deshalb um die Gebäude für 47 kommunale und 97 staatliche Schulen. Besonders bei den Grundschulen ist der Druck hoch: Seit 2010 ist die Zahl der Kinder von etwa 16.000 auf rund 19.600 gestiegen. Deshalb will die Stadt in den nächsten zehn Jahren mindestens zwei neue Grundschulen bauen, damit die Wege für die Kinder kurz bleiben.
Einige Projekte sind bereits fertig oder kurz vor dem Ziel. Die Grundschule in der Forchheimer Straße wurde nach zweieinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellt und startete zum Schuljahr 2024/2025. Für diese Schule kommt nun eine moderne Dreifach-Sporthalle in der Parlerstraße im Stadtteil Wetzendorf. Der Bau- und Vergabeausschuss hat das Projekt am 30. Januar 2025 abgesegnet. Die Halle kostet rund 20,6 Millionen Euro, bekommt eine Holzfassade und eine eigene Solaranlage auf dem Dach.
Auch am Thoner Espan gibt es Neuigkeiten: Die dortige Dreifach-Sporthalle wurde Anfang 2025 in Betrieb genommen. Sie kostete etwa 16,8 Millionen Euro, wobei der Freistaat Bayern rund 6 Millionen Euro dazugegeben hat. In der Reutersbrunnenschule wurde im Frühjahr 2025 ein Erweiterungsbau für 200 Schüler und einen Hort für 150 Kinder fertig, was rund 19,8 Millionen Euro kostete.
Einige große Baustellen stehen noch bevor. In Großreuth h. d. V. wird an der Friedrich-Hegel-Schule ein Neubau für einen inklusiven Hort und neue Unterrichtsräume geplant. Der Bau soll im Herbst 2026 starten und Ende 2028 fertig sein. Die Kosten liegen bei etwa 16,9 Millionen Euro. In der Erasmusstraße entsteht die neue Henry-Dunant-Schule für 500 Schüler und 300 Ganztagsplätze. Hier investiert die Stadt rund 53 Millionen Euro, der Betrieb soll zum Schuljahr 2026/2027 beginnen.
Auch bei den größeren Schulen wird viel bewegt. Das Schulzentrum Südwest in Eibach ist bereits im Bau. Dort ziehen die Peter-Henlein-Realschule und das Sigmund-Schuckert-Gymnasium ein. Das gesamte Projekt kostet rund 220 Millionen Euro. In Langwasser entsteht zudem der Schulcampus Breslauer Straße mit einem neuen Gymnasium und einer Realschule. Die ersten Klassen starteten dort bereits im September 2025 in vorläufigen Räumen. Die endgültige Inbetriebnahme ist für das Schuljahr 2028/29 geplant.
Zusätzlich gibt es Sanierungen, wie bei der Ludwig-Uhland-Mittelschule. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1908 wird umfassend renoviert, was etwa 48,9 Millionen Euro kostet. Die Arbeiten begannen im Juni 2026, die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen.
Die Stadt achtet bei allen Projekten auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Viele Gebäude bekommen Solaranlagen oder nutzen moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen. Gleichzeitig wird das Angebot an Ganztagsbetreuung ausgebaut, da ab 2026 ein gesetzlicher Rechtsanspruch darauf besteht. In Nürnberg fehlen dafür noch etwa 4.000 Plätze.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung