Nürnberg bietet umfassende Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine
Wer aus der Ukraine nach Nürnberg (Bayern) kommt, muss einige bürokratische Schritte erledigen. Zuerst steht die Anmeldung im Bürgeramt an. Danach muss ein Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde beantragt werden. Das geht auch online über die Plattform „Mein Nürnberg“. Zusätzlich ist eine Erstregistrierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nötig, wobei Fingerabdrücke und Fotos genommen werden. Wer schnell eine Arbeitserlaubnis braucht, sollte dies direkt bei der Anmeldung sagen, damit ein Termin schneller klappt.
Für Fragen gibt es verschiedene Hotlines. Wer wissen will, wie es um seinen Aufenthaltsstatus steht, erreicht das Amt für Migration und Integration unter 09 11 / 2 31- 4700 (Dienstag bis Donnerstag, 8.30 bis 12.30 Uhr). Beim Sozialamt geht es unter 09 11 / 2 31-55 13 um Sozialleistungen (Montag bis Freitag, 8.30 bis 12.30 Uhr). Das Jobcenter hilft unter 09 11 / 40 07 100 bei Fragen zu Arbeit und Bürgergeld (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr). Wer über Erlebtes oder Sorgen sprechen möchte, kann die kostenlose Helpline Ukraine unter 08 00 / 5 00 22 50 anrufen (Montag bis Freitag, 14 bis 17 Uhr).
Auch beim Wohnen gibt es Unterstützung. Das Sozialamt hilft bei der Suche nach einer Wohnung oder vermittelt geförderte Wohnungen. Wer gar kein Dach über dem Kopf hat und noch keinen Aufenthaltstitel besitzt, kann sich im Anker-Zentrum in Zirndorf registrieren lassen. Am Hauptbahnhof gibt es zudem eine Notfallstelle mit Essen und Trinken.
Für Familien gibt es spezielle Angebote. Kinder können im Staatlichen Schulamt in der Lina-Ammon-Straße 28 registriert werden, damit sie schnell wieder zur Schule gehen können. Bei der Suche nach einem Kitaplatz hilft die Servicestelle unter 09 11 / 2 31-1 04 44. Für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, die queer sind, gibt es mittwochs von 14 bis 17 Uhr einen Treffpunkt im Jugendtreff Container in Langwasser.
Medizinische Hilfe gibt es in der Fachstelle für Flüchtlinge des Gesundheitsamts. Dort werden auch allgemeine Untersuchungen und Impfungen durchgeführt. Wer eine HIV-Infektion hat, findet in der AIDS-Beratung Mittelfranken eine erste Anlaufstelle. In akuten seelischen Notlagen ist der Krisendienst Mittelfranken unter 09 11 / 42 48 55 20 erreichbar.
Zusätzliche Hilfen wie kostenlose SIM-Karten der Telekom (in der Kressengartenstraße 4) oder ein kostenloses Girokonto bei der Sparkasse Nürnberg erleichtern den Start. Viele Informationen gibt es zudem in der Integreat-App auf Ukrainisch und Russisch.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung