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Nürnberg baut Max-Morlock-Stadion komplett um

Blick auf die Zuschauerränge im Max-Morlock-Stadion., Bild © Philipp Herzog / Stadion Nürnberg Betriebs GmbH Foto: Philipp Herzog / Stadion Nürnberg Betriebs GmbH

Die Stadt plant einen umfassenden Neubau des Stadions für rund 200 Millionen Euro. Die Laufbahn verschwindet, die Fans rücken näher ans Spielgeschehen.

Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg (Mittelfranken, Bayern) bekommt ein neues Gesicht. Der Stadtrat hat am 22. Juli die genauen Anforderungen für den Umbau beschlossen. Bisher musste die Stadt jedes Jahr etwa 2,5 Millionen Euro ausgeben, nur um das Stadion sicher zu halten und nutzbar zu machen. Da viele Tribünen über 30 Jahre alt sind, reicht einfaches Reparieren nicht mehr aus. Das Stadion ist heute zu alt für große internationale Turniere, was unter anderem dazu führte, dass die Bewerbung für die EM 2024 scheiterte.

Das neue Stadion soll Platz für rund 50.000 Zuschauer bieten. Bei internationalen Spielen müssen davon mehr als 40.000 Sitzplätze sein. Die größte Änderung für die Fans: Die Laufbahn fliegt raus. Dadurch rücken die Tribünen viel näher an das Spielfeld heran, was für eine bessere Stimmung sorgen soll. Auch die Kioske, die Toiletten und die VIP-Bereiche werden modernisiert und vergrößert. Die bekannte, achteckige Stadionwand bleibt allerdings erhalten, da sie unter Denkmalschutz steht. Auf Extras wie einen Supermarkt, eine Kita oder ein neues Parkdeck verzichtet die Stadt, um das Geld direkt in den Stadionumbau zu stecken.

Die Kosten für das Projekt werden auf etwa 200 Millionen Euro geschätzt. Aktuell arbeitet die Stadt an der sogenannten Vorzugsvariante, die bis Ende des Jahres fertig sein soll. Gleichzeitig wird ein Businessplan erstellt und gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg sowie dem Freistaat Bayern geklärt, wie das Ganze bezahlt wird. Danach wird europaweit ein Unternehmen gesucht, das die Planung abschließt und den Bau übernimmt.

Ein großes Problem ist noch die Bauphase. Die Stadt sucht händeringend nach einem Platz für ein Ersatzstadion innerhalb Nürnbergs, hat aber bisher keine passende Fläche gefunden. Das Zeppelinfeld kommt als Option nicht mehr infrage, da dieser Ort als historischer Lernort erhalten bleiben soll. Die Stadt will kein Geld für ein Stadion außerhalb des Stadtgebiets bezahlen, prüft aber zusammen mit dem 1. FC Nürnberg, ob man während der Bauzeit in ein anderes bestehendes Stadion in der Umgebung ausweichen kann. Bis Ende des Jahres soll feststehen, wo die Mannschaften spielen.

Ob und wie die Finanzierung genau gesichert wird, klärt nun die Stadt gemeinsam mit den Partnern. Weitere Angaben zum genauen Zeitplan der Bauphase liegen bislang nicht vor.

Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung

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