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Nürnberg startet neue Hilfe für Opioid-Abhängige

In der Ottostraße gibt es jetzt die Ambulanz „sub-port“. Sie hilft Menschen mit Drogenabhängigkeit, die schnell einen Ersatz für illegale Opioide brauchen.

Wer von Opioiden abhängig ist, braucht oft sofort Unterstützung. Wer dann erst wochenlang auf einen Termin warten muss, verliert häufig die Motivation, überhaupt etwas an seinem Konsum zu ändern. Deshalb hat die Stadt Nürnberg (Mittelfranken, Bayern) gemeinsam mit dem Klinikum Nürnberg und der mudra Jugend- und Drogenhilfe eine neue Anlaufstelle geschaffen: die Substitutionsambulanz „sub-port“.

Die Ambulanz befindet sich in der Ottostraße. Das Besondere ist, dass die Patienten dort keinen Termin brauchen. Die Einrichtung hat an jedem Tag der Woche für drei Stunden geöffnet. Unter ärztlicher Aufsicht bekommen die Betroffenen ein Medikament als Ersatz für die illegalen Drogen. Ein Team aus Ärzten und Fachangestellten des Klinikums arbeitet dabei eng mit Sozialpädagogen der mudra zusammen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die bisher keinen stabilen Zugang zu einer Behandlung hatten. Dazu gehören zum Beispiel Leute, die gerade aus der Haft gekommen sind und dort bereits Medikamente bekamen, aber noch keinen neuen Arzt gefunden haben. Auch Menschen ohne Krankenversicherung, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen oder Leute, die eine Entgiftung abgebrochen haben, können dort Hilfe finden.

Die Ambulanz ist jedoch keine dauerhafte Lösung, sondern ein Einstieg. Innerhalb von drei Monaten sollen die Patienten an eine reguläre Praxis oder andere passende Einrichtungen vermittelt werden. Neben den Medikamenten gibt es vor Ort auch Beratungen und Hilfe bei der Suche nach weiteren Angeboten.

Das Ziel ist die sogenannte Schadensminderung. Es geht darum, die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Drogenkonsums zu senken und Todesfälle zu verhindern. Eine komplette Abstinenz wird für die Hilfe nicht vorausgesetzt. Die Idee hinter dem Projekt stammt von der mudra und dem Klinikum Nürnberg, die beide auch beim Nürnberger Drogenhilfemodell mitwirken, um die Akutversorgung in der Stadt zu verbessern.

Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung

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