NS-Dokumentationszentrum München lädt zu kostenlosen Terminen ein
Das NS-Dokumentationszentrum in München (Bayern) organisiert zwei öffentliche Termine, für die man sich nicht anmelden muss.
Am Mittwoch, den 29. Juli, startet um 18 Uhr die Performance „Plantage Dachau“ von Caroline Anne Kapp. Die Veranstaltung findet im Garten des Lenbachhauses in der Luisenstraße 33 statt. In dem Stück geht es um den sogenannten „Kräutergarten“, eine riesige Plantage direkt neben dem Konzentrationslager Dachau. Dort mussten bis zu 1.600 Gefangene, vor allem Juden sowie Sinti und Roma, auf 220 Hektar Land arbeiten. Viele starben bei dieser harten Arbeit. Heute ist das Gebiet ein Industriegebiet und mit Beton versiegelt. Die Künstlerin hat zu diesem Ort recherchiert und bringt die Geschichte nun in den Garten des Lenbachhauses.
Ein weiterer Termin folgt am Samstag, den 1. August. Um 14 Uhr gibt es im NS-Dokuzentrum am Max-Mannheimer-Platz 1 einen Rundgang zum Thema „Das Frauenbild im Nationalsozialismus“. Dabei wird gezeigt, wie die Nazis Frauen nur die Rolle als Mutter und Hausfrau zuschrieben, um die sogenannte „Volksgemeinschaft“ zu sichern. Es wird auch über das „Ehestandsdarlehen“ gesprochen, mit dem dieses Idealbild gefördert wurde, auch wenn es oft nicht der Realität entsprach. Das Gebäude am Max-Mannheimer-Platz ist barrierefrei und kann so auch von Rollstuhlfahrern besucht werden.
Beide Angebote sind kostenlos. Wer mehr wissen möchte, findet weitere Informationen auf der Webseite nsdoku.de/programm.
Quelle: München – zur Originalmeldung