Zum Inhalt springen
newssofort.de

München plant Sicherheits-Offensive für den Nußbaumpark

Die Stadt will den Nußbaumpark sauberer und sicherer machen. In der nächsten Woche stellt die Taskforce Bahnhofsviertel dem Stadtrat ein neues Maßnahmenpaket vor.

In München (Bayern) soll der Nußbaumpark grundlegend verändert werden. Die Taskforce Bahnhofsviertel hat einen Plan entwickelt, um die Sicherheit und Sauberkeit vor Ort zu verbessern. Das Ziel ist, dass sich Anwohner, Geschäftsleute und Passanten dort wieder wohlfühlen.

Ein wichtiger Teil des Plans ist die Umgestaltung des Parks. Die Stadt will den Park offener machen. Dafür sollen zugewachsene Zäune an der Lindwurmstraße weg und Bäume sowie Sträucher zurückgeschnitten werden. Auch neue Zugänge von der Nußbaum- und Ziemssenstraße sind geplant. Damit der Park belebter wird, kommen Sportangebote hinzu: Es soll einen Streetball-Platz östlich der Matthäuskirche und einen Fitnessbereich für alle Altersgruppen geben.

Die Polizei und der Kommunale Außendienst (KAD) sind bereits jetzt präsent. In letzter Zeit gab es im Bereich Nußbaumpark und am Sendlinger-Tor-Platz jedoch mehr Störungen und Straftaten. Ein Teil dieser Zahlen kommt daher, dass die Polizei mehr kontrolliert und so mehr Delikte findet, zum Beispiel Verstöße mit Betäubungsmitteln.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, verschärft die Polizei nun ihr Vorgehen. Es wird noch mehr Streifen geben und es sind Schwerpunktkontrollen geplant, bei denen auch die Bereitschaftspolizei hilft. Zudem kommen mobile Videotürme zum Einsatz. Diese Kameras haben sich bereits an anderen Orten in der Stadt bewährt. Sie sollen Kriminelle abschrecken und helfen, Täter schneller zu finden.

Neben der Polizei gibt es auch soziale Angebote. Es gibt eine Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeitern, Drogenhelfern und der Kirche. So fahren Mitarbeitende mit einem Lastenfahrrad namens „Tea & Time“ durch den Park, um Gespräche mit Suchtkranken und Nachbarn zu führen. Die Stadt will zudem eine neue Diakonstelle der evangelischen Kirche mitfinanzieren.

Einige Dinge wurden bereits umgesetzt: Die Beleuchtung ist besser, der Park wird mehrmals täglich gereinigt und es gibt Spritzenabwurfbehälter sowie einen Foodtruck.

Parallel dazu arbeitet die Taskforce weiter im südlichen Bahnhofsviertel und am Alten Botanischen Garten. Dort soll die Goethestraße verkehrsberuhigt werden. In der Arnulfstraße und Bayerstraße entstehen neue Parkplätze zum schnellen Ein- und Aussteigen, sogenannte Kiss-and-Ride-Plätze. Zudem gibt es neue Fahrradstellplätze, damit die Gehwege frei bleiben.

Ob der Stadtrat dem Paket in der kommenden Woche zustimmt, bleibt abzuwarten.

Quelle: München – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus München

Alle ansehen