Nordhausen plant Rekordsummen für Investitionen
Die Kommunalaufsicht im Landratsamt Nordhausen hat grünes Licht gegeben: Die Haushaltssatzung für die Jahre 2026 und 2027 ist genehmigt. Nachdem die Entscheidung gestern im Amtsblatt veröffentlicht wurde, gilt der Plan ab heute als rechtskräftig.
Die Zahlen sind gewaltig. Für das Jahr 2026 ist ein Volumen von 131,8 Millionen Euro geplant, für 2027 sind es 112,2 Millionen Euro. Oberbürgermeister Kai Buchmann betonte bereits bei der Stadtratssitzung am 8. Juni, dass dieser Haushalt der Plan für die Gestaltung der Stadt in den kommenden Jahren sei.
Die Stadt steckt in einer schwierigen Lage, die viele Kommunen kennen: Die Ausgaben steigen, während die Einnahmen gleich bleiben oder sogar sinken. Zudem schrumpft die Bevölkerung, was die Planung erschwert. Trotzdem will die Stadt ihre Pflichtaufgaben erfüllen und das soziale sowie kulturelle Leben stärken.
Ein wichtiger Hebel sind Kredite aus dem Thüringer Kommunales Investitionsprogramm. Die Stadt hat Anspruch auf insgesamt 10,7 Millionen Euro. Da der Freistaat Thüringen die Zinsen und Tilgungen übernimmt, belastet dies das städtische Budget nicht. Dadurch kann Nordhausen 2026 insgesamt 28,6 Millionen Euro investieren – das ist der höchste Wert, den die Stadt jemals geplant hat. Für 2027 sind weitere 11,1 Millionen Euro vorgesehen.
Das Geld fließt in viele bekannte Baustellen. So geht es in der Wallrothstraße weiter, der Blasiikirchplatz wird ausgebaut und das Theater sowie die Grundschule Niedersalza werden saniert. Auch die Brücke in der Sondershäuser Straße in Sundhausen wird erneuert. Zudem werden Verwaltungsgebäude wie der Bürgerservice oder die Alte Feuerwache modernisiert.
Aber es gibt auch viele neue Projekte. Die gesamte Straßenbeleuchtung soll auf LED umgestellt werden und auf städtischen Dächern sollen Photovoltaikanlagen entstehen, um Kosten zu sparen. Außerdem wird ein neues Sirenenwarnsystem installiert, das Feuerwehrgerätehaus in Bielen wird neu gebaut und der Hohekreuzsportplatz erhält einen weiteren Ausbau. Auch die Digitalisierung in Schulen und Ämtern soll vorangetrieben werden.
Besonders wichtig ist die Planung für das Jahr 2027. Dann stehen zwei große Ereignisse an: Das 1.100-jährige Stadtjubiläum von Nordhausen und der Thüringentag. Durch den Doppelhaushalt hat die Stadt nun die nötige Sicherheit, um diese Feiern finanziell vorzubereiten. Laut Oberbürgermeister Buchmann sollen diese Events als Schaufenster für die Stadt dienen und dem Handel sowie dem Tourismus helfen.
Quelle: Buchholz – zur Originalmeldung