Nidda ruft zum Wassersparen auf
In Nidda (Wetteraukreis, Hessen) wird das Wasser knapp. Seit längerer Zeit hat es kaum geregnet, weshalb sich das Grundwasser nicht ausreichend erholen kann. Gleichzeitig verbrauchen die Menschen bei den hohen Temperaturen mehr Wasser, vor allem für den Garten oder um Pools zu füllen.
Die Situation ist ernst, da auch der Wasserlieferant OVAG meldet, dass die Grundwasserstände in einigen Gebieten kritische Grenzwerte erreicht haben. Dort kann nicht mehr so viel Wasser gefördert werden wie sonst. Für die Stadt bedeutet das, dass die Liefermengen begrenzt sind.
Nidda versorgt ihre Bewohner über ein Netz von rund 140 Kilometern Hauptleitungen. Ein Teil des Wassers kommt aus eigenen Tiefbrunnen, zum Beispiel in Ober-Lais, Stornfels, Ulfa, Ober-Schmitten und Michelnau. Doch das reicht nicht aus: Rund 58 Prozent des Wassers müssen über die Fernleitungen der OVAG bezogen werden. Wenn dort die Mengen sinken, spürt das die Stadt direkt.
Bürgermeister Thorsten Eberhard betont, dass es noch kein offizieller Notstand ist und es auch noch keine Verbote gibt. Er appelliert aber an die Eigenverantwortung der Bürger, damit es erst gar nicht zu Verboten kommt.
Die Stadt bittet deshalb konkret darum, Rasenflächen nicht zu sprengen und Pflanzen nur bei Bedarf zu gießen. Am besten nutzt man dafür Regenwasser und gießt nur früh morgens oder spät abends. Auf das Befüllen von privaten Pools sollte verzichtet werden. Auch das Abspritzen von Terrassen oder das Waschen von Autos mit dem Gartenschlauch ist derzeit nicht erwünscht. Wer öffentliche oder sportliche Grünflächen bewässert, soll dies nur im nötigsten Umfang tun. Im Haus sollen Lecks schnell repariert werden.
Sollte die Lage schlimmer werden, könnte die Stadt die Nutzung per Verordnung einschränken oder ganz verbieten. Für die Zukunft plant Bürgermeister Eberhard, die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern. Mit dem Kauf von Brunnen in Ober-Schmitten im Januar dieses Jahres will er die eigene Förderung ausbauen.
Die Stadt beobachtet die Wasserstände und den Verbrauch nun genau. Weitere Informationen folgen, falls sich die Lage verschlechtert.
Quelle: Nidda – zur Originalmeldung