Neuwied-Niederbieber: Teure Dachsanierung für Carmen-Sylva-Schule
An der Carmen-Sylva-Realschule plus in Neuwied-Niederbieber (Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz) steht ein großer Umbau an. Das Gebäude stammt aus den 1960er Jahren. Seitdem wurde das Flachdach kein einziges Mal komplett saniert. Die Folgen waren viele Wasserschäden, die man bisher nur provisorisch flicken konnte.
Jetzt soll das Dach endlich grundlegend erneuert werden. Die alte Konstruktion ist veraltet und nicht mehr stabil genug. Außerdem muss eine neue Dämmung her, damit das Gebäude die aktuellen Energievorschriften erfüllt. In einem ersten Bauabschnitt soll etwa ein Drittel der Dachfläche saniert werden.
Das Ganze ist teuer: Die Kosten werden auf rund 1,4 Millionen Euro brutto geschätzt. Finanziert wird das Projekt größtenteils durch das sogenannte KIPKI-Programm. Das ist ein Investitionsprogramm für Klimaschutz und Innovation in Rheinland-Pfalz. Der Landkreis Neuwied hat aus diesem Topf insgesamt über 2,6 Millionen Euro zur Verfügung, um Gebäude energiesparender zu machen oder die Natur zu schützen.
Geplant war ursprünglich auch eine Photovoltaikanlage auf dem Schulgebäude. Eine Machbarkeitsstudie hat jedoch gezeigt, dass das Dach statisch nicht stabil genug für die Solarmodule ist. Deshalb wird die Anlage stattdessen auf dem Dach der Mensa installiert.
Landrat Achim Hallerbach, der erste Kreisbeigeordnete Philipp Rasbach und weitere Verantwortliche haben sich bereits vor Ort ein Bild von der Situation gemacht. Die Maßnahmen befinden sich aktuell in der Planung und Vorbereitung.