Neuss zeigt Ausstellung über queeres Leben auf dem Land
In Neuss (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) gibt es ab dem 11. September eine neue Ausstellung. Unter dem Titel „Feldwege zum Coming Out“ werden zwölf Menschen porträtiert, die queer sind und in ländlichen Gegenden von Nordrhein-Westfalen leben. Die Schau will zeigen, wie der Alltag dort aussieht und welche Hürden es gibt.
Die Eröffnung findet am Freitag, den 11. September 2026, um 10 Uhr im RomaNEum in der Brückstraße 1 statt. Bürgermeister Reiner Breuer eröffnet die Veranstaltung. Danach gibt es eine Einführung von Jana Hansjürgen von der Landesfachstelle blick*. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Jugendamt und dem Queerbeauftragten der Stadt.
Im Anschluss an die Eröffnung gibt es eine Talkrunde. Dabei diskutieren Jürgen Schattmann vom Landesministerium, Mika Schäfer von der Landeskoordination Trans* NRW, Joris Richter von ANDERS&GLEICH und Ann Christin Kaup vom Jugendamt. Danach können die Besucher bei Getränken in Ruhe durch die Ausstellung gehen.
In den Porträts geht es um die harten Seiten, wie die Angst, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, oder dass es kaum Anlaufstellen gibt. Aber auch positive Erlebnisse kommen vor, etwa wie die Menschen ihre Identität entdeckt haben und wie ihr Umfeld auf das Coming Out reagiert hat. Ziel ist es, mehr Verständnis zu schaffen.
Ein besonderes Banner in der Ausstellung lädt junge queere Menschen dazu ein, ihre Wünsche an Jugendzentren und andere Einrichtungen zu schreiben. Wer das lieber digital machen möchte, kann seine Meinung über das Beteiligungsportal der Stadt Neuss abgeben.
Die Ausstellung läuft bis zum 25. September 2026. Wer vorbeikommen möchte, kann dies montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr tun. Schulen, Vereine, Kirchen oder Firmen können die Ausstellung zudem ausleihen. Anfragen dazu gehen per E-Mail an [email protected].
Quelle: Neuss – zur Originalmeldung