Museum Worms zeigt historische Schätze im Andreasstift
Das Museum der Stadt Worms (Rheinland-Pfalz) lädt Besucher dazu ein, die Geschichte der Region ganz nah zu erleben. In der Reihe „Worms Stück für Stück“ rücken jeden Monat einzelne Exponate aus dem Museum im Andreasstift in den Fokus, die jeweils eine eigene, spannende Geschichte erzählen.
Die Vielfalt der gezeigten Stücke ist riesig. So gibt es zum Beispiel Einblicke in die Steinzeit mit prunkvollen Beilen aus Jadeit oder Schmuck aus Muscheln und Zähnen, die in Rheindürkheim gefunden wurden. Auch die römische Zeit ist stark vertreten. Besucher können dort eine Tonmaske bestaunen, die bei Kanalbauarbeiten in der Nähe der Neusatz-Schule entdeckt wurde, oder einen Grabstein des römischen Soldaten Quintus Carminius Ingenuus sehen, der 1666 an der Mainzer Straße gefunden wurde.
Besonders kurios ist der Fund eines mittelalterlichen Katzenschwanzes, der 2010 bei Arbeiten am Nordturm der Andreaskirche im Mörtel entdeckt wurde. Solche „Bauopfer“ sollten früher böse Geister vom Gebäude fernhalten. Auch aus der Zeit der Reformation gibt es ein Highlight: Ein Modell des Wagens, mit dem Martin Luther 1521 Worms verließ.
Neben den dauerhaften Ausstellungen gibt es immer wieder wechselnde Objekte in den Vitrinen, wie etwa eine Mosaikglas-Schale, die sich später als venezianische Kopie und nicht als römisches Original herausstellte. Die Exponate sind im Museum im Andreasstift zu besichtigen, wobei einige Stücke nur für einen begrenzten Zeitraum ausgestellt werden.
Weitere Informationen zu den aktuellen Ausstellungen und den Öffnungszeiten finden Interessierte direkt beim Museum der Stadt Worms.
Quelle: Worms – zur Originalmeldung