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Murr plant neues Wärmenetz und neue Regeln für Katzen

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Der Gemeinderat von Murr hat wichtige Entscheidungen zu Klimaschutz, Verkehr und Tierschutz getroffen. Es geht um ein mögliches Wärmenetz in der Ortsmitte und eine neue Verordnung für Katzenbesitzer.

Am 21. Juli 2026 kam der Gemeinderat von Murr (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg) im Bürgersaal zusammen. Unter der Leitung von Bürgermeister Bartzsch standen mehrere große Projekte auf der Tagesordnung.

Ein wichtiges Thema war die Wärmeversorgung in der Ortsmitte. Ein erster kurzer Check der Ludwigsburger Energieagentur hat gezeigt, dass eine alternative Wärmeversorgung wirtschaftlich machbar wäre. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, nun eine genauere Studie durchzuführen. Dabei soll geprüft werden, welches System für den Bereich zwischen der Kirchgasse und dem Dorfplatz am besten passt.

Auch beim Klimaschutz gibt es Neuigkeiten. Auf dem Dach des Bauhofs soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Die Anlage soll eine Leistung von rund 99 kWp haben und in Ost-West-Richtung ausgerichtet sein. Die Firma Riedel aus Murr hat den Auftrag erhalten; die Kosten belaufen sich auf 105.887,02 Euro.

Für die Freiwillige Feuerwehr Murr ist neues Gerät geplant. Die Gemeinde will einen sogenannten Gerätewagen GW-Logistik 1 kaufen, um Nachschub und Einsatzmittel besser transportieren zu können. Ein erstes Angebot liegt bei etwa 226.500 Euro. Der Kauf erfolgt, sobald die Zusage für eine Landesförderung über 50.000 Euro vorliegt.

Im Verkehrsbereich geht es um die Strecke zwischen Marbach und Murr. Dort soll eine Busspur auf dem Wirtschaftsweg „In der Au“ gebaut werden. Das Projekt kostet insgesamt rund 1,25 Millionen Euro, wird aber zu einem großen Teil vom Land gefördert. Für Murr fallen Kosten in Höhe von 24.934 Euro an. Zudem wird die Busspur später als Kreisstraße vom Landkreis übernommen.

Damit Grundschulkinder sicher zwischen der Lindenschule und der ehemaligen Tennisakademie hin- und herkommen, wird der Gehweg im Lindenweg ausgebaut. Die Firma Ernst Seybold aus Ludwigsburg übernimmt die Arbeiten für 62.475,00 Euro. Die Bauarbeiten dauern etwa zwei bis drei Wochen und finden in den Sommerferien statt.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Tierschutz: Ab dem 1. August 2026 gilt in Murr eine neue Katzenschutzverordnung. Das bedeutet, dass Freigänger- und Streunerkatzen zwingend kastriert und geimpft werden müssen. Auch das Chippen und Registrieren der Tiere ist nun Pflicht. Nur reine Hauskatzen, die nicht nach draußen dürfen, sind davon ausgenommen. Ziel ist es, die Zahl der verwilderten Katzen zu senken und Tierleid zu verhindern.

Zum Schluss ging es um die Finanzen. Zwar sind die Steuereinnahmen insgesamt niedriger als erhofft, aber bei der Gewerbesteuer lief es besser als geplant. Dadurch rechnet die Gemeinde mit etwa 110.000 Euro mehr Erträgen im Ergebnishaushalt. Zudem nahm der Gemeinderat Spenden in Höhe von 3.937,12 Euro an.

Quelle: Murr – zur Originalmeldung

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