Münster: Schwere Unfälle mit betrunkenen Radfahrern
Es war Samstagnacht, kurz nach 3 Uhr. Ein 23-Jähriger aus Bremen fuhr mit seinem E-Scooter in der Nordstraße (Münster, Nordrhein-Westfalen) in Richtung Hoyastraße. Polizeibeamte bemerkten, dass der Mann in Schlangenlinien über die Straße schwankte. Kurz darauf verlor er die Kontrolle und stürzte. Er verletzte sich leicht. Ein freiwilliger Atemalkoholtest zeigte später, dass er 1,8 Promille im Blut hatte.
Am späten Samstagabend, gegen 23 Uhr, passierte ein weiterer Unfall auf der Loddenheide. Zwei Münsteraner fuhren mit ihren Fahrrädern nebeneinander in Richtung Trautmannsdorfstraße. Dabei stießen sie zusammen und stürzten beide zu Boden. Die Folgen waren schwer. Ein Rettungswagen brachte die beiden Menschen in ein Krankenhaus. Bei dem 54-jährigen Mann ergab ein freiwilliger Atemalkoholtest einen Wert von 1,52 Promille. Die 53-jährige Frau konnte den Test nicht machen.
Auch am Sonntagabend gab es einen schweren Sturz. Gegen 22:30 Uhr überquerte eine 58-jährige Frau mit ihrem Pedelec die Kreuzung Hammer Straße und Am Berg Fidel in Richtung stadtauswärts. Direkt an der Ampel stürzte die Münsteranerin schwer. Auch sie musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab später einen Wert von 1,25 Promille.
Die Polizei warnt nun eindringlich vor Alkohol im Straßenverkehr. Das gilt auch für Fahrrad- und Scooterfahrer, da die Gefahr für sich selbst und andere Passanten sehr hoch ist. Wer getrunken hat, soll lieber ein Taxi nehmen, den Bus nutzen oder sich von jemandem abholen lassen, der nüchtern ist.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.