Bundespolizei vollstreckt vier Haftbefehle in Münster
Die Bundespolizei war am Samstag (1. August) in Münster (Nordrhein-Westfalen) auf großer Jagd. Insgesamt vier Haftbefehle wurden an diesem Tag vollstreckt.
Der erste Zugriff erfolgte mitten in der Nacht. Gegen 1 Uhr nahmen die Beamten am Hauptbahnhof einen 46-jährigen Türken fest. Nur zwei Stunden später folgte der nächste Erfolg in der Gartenstraße. Dort fanden die Polizisten einen 40-jährigen Deutschen, der einfach auf dem Bürgersteig schlief. Gegen beide Männer hatte das Amtsgericht Münster Untersuchungshaft angeordnet. Der Vorwurf: gewerbsmäßiger Diebstahl. Beide wurden dem Gericht vorgeführt und sitzen nun in der Justizvollzugsanstalt Münster hinter Gittern.
Ein weiterer Mann kam ebenfalls nicht weit. Kurz vor Mitternacht kontrollierten Bundespolizisten einen 25-jährigen Deutschen auf den Bahnanlagen an der Hamburger Straße. Gegen ihn lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Steinfurt vor. Er war dazu verurteilt worden, eine Geldstrafe von 2400 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung zu zahlen, hatte das Geld aber nicht aufgebracht. Da er die Summe nicht bezahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Glück hatte eine 24-jährige Deutsche. Sie wurde zur gleichen Zeit am Flughafen Münster-Osnabrück kontrolliert, als sie gerade nach Antalya fliegen wollte. Auch gegen sie gab es einen Strafbefehl des Amtsgerichts Lünen, weil sie gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen hatte. Die Geldstrafe war nicht vollständig bezahlt. Die Frau konnte die restlichen 513 Euro jedoch noch begleichen. Dadurch blieb ihr der Gang ins Gefängnis erspart und sie konnte ihren Flug antreten.
Die Ermittlungen in den zugrunde liegenden Fällen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung