München: Zoll nimmt Trommel aus Pythonleder sicher
Eine Frau kam am Wochenende mit ihrem Reisegepäck in München (Bayern) an. Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten des Hauptzollamts eine Trommel. Das Instrument war mit Leder einer Python-Schlange bespannt. Die Frau hatte das Musikstück in einem Souvenirladen gekauft, um es ihrer Tochter zu schenken.
Die Zöllner merkten schnell, dass das Leder von einer geschützten Tierart stammt. Für den Import solcher Waren braucht man spezielle Nachweise und Genehmigungen. Da die Reisende diese Papiere nicht vorzeigen konnte, nahmen die Beamten die Trommel beschlagnahmt.
Thomas Meister vom Hauptzollamt München warnt deshalb vor zu schnellen Käufen im Urlaub. Nur weil ein Gegenstand in einem Laden oder auf einem Markt verkauft wird, heißt das nicht, dass man ihn legal nach Deutschland bringen darf. Besonders bei Elfenbein, Korallen, Schildpatt oder eben Reptilienleder müsse man vorsichtig sein. Wer keine Genehmigungen hat, riskiert nicht nur, dass die Ware weggenommen wird, sondern muss unter Umständen auch mit Strafen rechnen.
Parallel zu dem Vorfall sucht der Zoll neue Leute. Wer Interesse am Beruf hat, kann am 10. Oktober 2026 in der Landsberger Straße 124 vorbeikommen. Unter dem Motto "Wir sind der Zoll in München" informieren die Beamten dort über ihre Arbeit. Interessierte müssen sich per E-Mail anmelden.
Ob gegen die Frau ein ordnungswidriges oder strafrechtliches Verfahren eingeleitet wird, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.