Großübung in Geretsried: Münchner Feuerwehr trainiert Ernstfall
Am vergangenen Montag startete die Feuerwehr München mit einer riesigen Kolonne aus 26 Fahrzeugen. Das Ziel war die Feuerwehrschule in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Dort hieß es eine Woche lang: „Wir helfen gemeinsam, wir üben gemeinsam“. Unter dem Namen „Freistadt 2026“ trainierten die Retter täglich in Situationen, die so echt wie möglich wirkten.
Am Anfang, also Montag und Dienstag, waren die Aufgaben noch überschaubar. Meistens reichten ein oder zwei Fahrzeuge aus, um die Probleme zu lösen. Doch ab Mittwoch drehte die Übungsleitung auf. Die Einsätze wurden komplizierter und größer. Plötzlich waren ganze Löschzüge, der Einsatzführungsdienst und ein großes Aufgebot vom Rettungsdienst gefordert.
Die Szenarien waren vielfältig: Die Feuerwehrleute mussten technische Hilfe leisten oder Brände löschen. Dabei gab es Verletzte, die mit Schminke so realistisch aussahen, dass man sie kaum von echten Opfern unterscheiden konnte. Besonders schwierig wurde es bei einem fiktiven Gefahrgutunfall, bei dem im Bahnbereich Chlorgas austrat. Auch Brände in Gebäuden mit pflegebedürftigen Menschen mussten bewältigt werden.
Unterstützung kam von allen Seiten. Die Kollegen aus der Integrierten Leitstelle München kümmerten sich um den Funk, während das Drohnenteam Bilder aus der Luft lieferte. Auch die BMW-Werkfeuerwehr war mit einer Drehleiter dabei. Ein besonderes Highlight war das neue Vorauslöschfahrzeug (VLF). Am Mittwochnachmittag wurde dieses neue Konzept, das unter dem Projektnamen „Blitz“ entwickelt wurde, der Fachpresse und den Teilnehmern im Detail vorgestellt.
Die Verantwortlichen sind mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem die jungen Nachwuchskräfte konnten wichtige Erfahrungen sammeln. Die Übungen haben gezeigt, dass die Konzepte funktionieren und die Feuerwehr so modern aufgestellt ist. Weitere Details zum Ablauf der einzelnen Übungstage liegen nicht vor.