Zum Inhalt springen
newssofort.de

München will Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen und Unterführungen stärken

Die Stadt reagiert auf Forderungen des Stadtrats und setzt auf helleres Licht und mehr Präsenz, um die Angst im öffentlichen Raum zu nehmen.

Einige Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler hatten gefordert, dass München ein neues Konzept für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum entwickelt. Besonders in U- und S-Bahn-Stationen sowie in dunklen Unterführungen sollen sich die Menschen wohler fühlen. Die Stadt hat nun geantwortet: Ein komplett neues Konzept sei nicht nötig, weil man bereits an vielen Stellen Gas gibt.

Ein wichtiger Punkt ist das Licht. Die Deutsche Bahn stellt ihre Beleuchtung an S-Bahn-Stationen auf LED um, damit es dort heller wird. Auch das Baureferat in München (Bayern) hat ein großes Programm gestartet. Bis Ende 2028 sollen 79 Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer mit moderner LED-Technik ausgestattet werden, um dunkle Ecken zu vermeiden.

Kreative Ideen wie Musik in den Bahnhöfen gibt es hingegen nicht mehr. Die MVG hatte früher klassische Musik eingespielt, das Projekt aber vor etwa vier Jahren beendet. Der Grund: Man konnte nicht beweisen, dass die Musik wirklich half, und die Meinungen der Fahrgäste waren zu verschieden. Auch für neue Kunstprojekte fehlt laut MVG momentan das Geld, da die Finanzlage angespannt ist.

Um die Sicherheit spürbar zu machen, setzt die Stadt auf mehr Zusammenarbeit. Es gibt eine Taskforce für das Bahnhofsviertel und regelmäßige Treffen des Sicherheits- und Aktionsbündnisses Münchner Institutionen (S.A.M.I.). Dort tauschen sich Polizei, Stadt und Bahn aus, um problematische Orte zu beobachten. Zudem gibt es die Kampagne „Sicher unterwegs“, die über Notrufsäulen und Kameras informiert.

Kritik kommt von der Gleichstellungsstelle für Frauen. Sie findet, dass die aktuelle Kampagne „Sicher unterwegs“ Frauen und Mädchen kaum anspricht. Da Männer und Frauen Sicherheit oft unterschiedlich erleben, fordert die Stelle, dass diese Perspektive stärker einfließt, damit die Stadt wirklich für alle sicher wird.

Wer konkrete dunkle Stellen in Unterführungen kennt, kann diese per E-Mail an [email protected] melden, damit das Baureferat die Orte prüfen kann.

Quelle: München – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus München

Alle ansehen