Zum Inhalt springen
newssofort.de

München: Neues Überholverbot für Radfahrer an Regerbrücke

An der Regerbrücke gibt es jetzt ein neues Verkehrszeichen, das das Überholen von Fahrrädern verbietet. Die Stadt erklärt, warum dieses Schild dort nötig ist, während es an anderen Stellen abgelehnt wurde.

Wer in München (Bayern) über die Regerbrücke fährt, sieht jetzt ein neues Schild: Das Zeichen 277.1. Es verbietet mehrspurigen Autos und Krafträdern mit Beiwagen, einspurige Fahrzeuge wie Fahrräder zu überholen. Das Besondere daran ist, dass das Überholen dort eigentlich sowieso schon verboten war. Durch die durchgezogene Mittellinie, Sperrflächen und den gesetzlichen Mindestabstand von 1,5 Metern beim Überholen innerorts war es an dieser Stelle faktisch gar nicht legal möglich, an einem Radfahrer vorbeizuziehen.

Die Stadt will mit dem neuen Schild erreichen, dass weniger Autofahrer illegal überholen. Da an der Brücke viele Knotenpunkte und Straßenbahnen sind, müssen die Fahrer dort besonders aufpassen. Das Schild soll ihnen die Entscheidung abnehmen, ob ein Überholvorgang gerade sicher und legal ist. Es macht einfach klar: Hier ist es verboten. Damit sollen Radfahrer vor gefährlichen Situationen geschützt werden. Die Regierung von Oberbayern hat zugestimmt, dass dieses zusätzliche Schild aufgestellt wird.

Kritik kam aus dem Stadtrat. Einige Mitglieder fragten, warum an anderen Orten, zum Beispiel in der St.-Veit-Straße, ein ähnliches Schild abgelehnt wurde. Der Mobilitätsreferent Georg Dunkel erklärte, dass die Situationen unterschiedlich seien. An der Regerbrücke gibt es keinen Platz, um den Radverkehr in den Seitenraum zu verlagern. In der St.-Veit-Straße hingegen ist die Straßenbahn vom Autoverkehr getrennt und es gibt eine bauliche Trennung zum Gegenverkehr. Zudem gab es dort keine besonderen Unfallzahlen, die ein solches Schild rechtfertigen würden.

Auf die Frage, ob nicht lieber mehr Kontrollen durch die Polizei statt eines neuen Schildes helfen würden, antwortete die Stadt, dass beides wichtig sei. Die Polizei sei bereits informiert. Während Kontrollen gegen Leute helfen, die absichtlich gegen Regeln verstoßen, soll das Schild auch diejenigen warnen, die es nicht besser wissen. Zudem macht das Schild es der Polizei leichter, Verstöße nachzuweisen.

Die neue Beschilderung an der Regerbrücke hat die Stadt etwa 1.000 Euro gekostet. Das Verbot gilt auch für Busse, aber nicht für Straßenbahnen, da diese Schienenfahrzeuge sind.

Quelle: München – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus München

Alle ansehen