München will Schulen und Kitas spatzenfreundlicher machen
Einige Stadtrats-Mitglieder der ÖDP und der München-Liste hatten einen Antrag gestellt: Sie wollten ein Programm namens „Spatzen an Schulen und Kitas“ einführen. Das Ziel ist es, die städtischen Einrichtungen in München (Bayern) schrittweise so zu gestalten, dass Spatzen dort wieder besser leben können. Außerdem sollen die Kinder direkt lernen, wie man Tiere und die Natur schützt. Einrichtungen, die mitmachen, sollten öffentlich als „Spatzenfreunde“ ausgezeichnet werden.
Der Stadtschulrat Florian Kraus hat nun darauf reagiert. Er betont, dass der Schutz der Artenvielfalt in den Münchner Schulen und Kitas sowieso schon wichtig ist. In der Strategie „Kita 2030“ ist der Klimaschutz bereits als zentrales Thema verankert. Für Kitas gibt es bereits eine Broschüre, die Tipps für eine naturnahe Gestaltung der Außenanlagen gibt. So wird schon beim Bau neuer Kitas darauf geachtet, dass Spiel- und Lebensräume für Tiere entstehen.
Auch bei den Schulen gibt es Pläne. Das Referat für Bildung und Sport hat bereits ein Grundkonzept für grüne Pausenhöfe entwickelt. Hier sollen klimafreundliche Flächen entstehen, die auch kleinen Vögeln wie Spatzen Nistplätze bieten. Ob das an jedem Standort klappt, hängt allerdings von den Gegebenheiten vor Ort ab. Nicht jeder Schulhof bietet den gleichen Platz oder die richtige Umgebung für eine Spatzen-Kolonie.
Zusätzlich gibt es in München bereits verschiedene Projekte. So arbeiten die Kitas seit 25 Jahren mit dem BUND Naturschutz zusammen. Es gibt zudem Projekte wie „Biodiversität ins Quartier!“, die bis Mai 2028 laufen. Schulen und Tagesheime können zudem spezielle Gelder nutzen, um eigene Projekte zum Naturschutz zu finanzieren.
Die Stadt will die Ideen aus dem Antrag nun schrittweise in die bestehenden Konzepte einbauen. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Neue Maßnahmen sind nur möglich, wenn genug Geld und Personal vorhanden sind. Die Verwaltung will daher an die bereits bestehenden Strukturen anknüpfen, um die Ziele realistisch zu erreichen.
Quelle: München – zur Originalmeldung