München erhält internationale Auszeichnung für Projekt #FemaleHeritage
München (Bayern) hat einen internationalen Kulturpreis gewonnen. Die Stadt erhielt beim 7. International Award UCLG – Mexico City – Culture 21 eine sogenannte „Special Mention“. Damit ist München die einzige europäische Stadt, die bei diesem Wettbewerb eine solche Anerkennung bekommen hat.
Im Mittelpunkt steht das Projekt #FemaleHeritage der Monacensia im Hildebrandhaus. Seit 2020 arbeitet das Team dort daran, weibliches Kulturerbe sichtbar zu machen. Die Monacensia forscht und zeigt, welche Rolle Frauen in der Kulturgeschichte gespielt haben. Dabei geht es vor allem darum, Lücken in der Erinnerung zu schließen und neue Wege zu finden, wie man sich an die Geschichte erinnert.
Die Jury lobte vor allem die Arbeit der Archivare, Kuratoren und Bibliothekare. Diese haben das Thema durch digitale Vernetzung und Kooperationen auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Besonders wichtig waren dabei Ausstellungen wie „Frei leben. Frauen der Boheme 1890 – 1920“ und die digitale Aufarbeitung des Archivs von Rachel Salamander.
Der Preis wird alle zwei Jahre vom Netzwerk United Cities and Local Governments (UCLG) gemeinsam mit Mexiko-Stadt vergeben. Es ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kulturpolitik in Städten weltweit. Die Hauptpreise in diesem Jahr gingen an die Städte Ramallah in Palästina und São Paulo in Brasilien.
Kulturbürgermeisterin Mona Fuchs und Kulturreferent Marek Wiechers betonten, dass die Auszeichnung die internationale Bedeutung der Münchner Kulturinstitutionen zeige. Die Leiterin der Monacensia, Anke Büttner, sieht in dem Preis eine große Motivation für alle Beteiligten.
Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet Informationen unter mon-mag.de/femaleheritage.
Quelle: München – zur Originalmeldung