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München will Aufklärung bei Clusterkopfschmerzen verbessern

Die Stadt reagiert auf einen Antrag im Stadtrat und prüft, wie Betroffene von heftigen Clusterkopfschmerzen schneller Hilfe und Informationen finden.

In München (Bayern) gibt es schätzungsweise zwischen 1.600 und 2.400 Menschen, die an Clusterkopfschmerzen leiden. Die Krankheit ist tückisch: Betroffene erleiden extrem starke Schmerzattacken, meist einseitig an der Schläfe oder am Auge. Oft läuft dabei die Nase oder das Auge tränt. Das Problem ist, dass die Diagnose oft lange dauert. Zwischen den Schmerzphasen können Monate oder sogar Jahre vergehen, in denen alles gesund scheint. Deshalb erkennen viele Patienten und auch Ärzte den Zusammenhang anfangs nicht.

Die Stadträtinnen Sabine Bär und Ulrike Grimm hatten deshalb einen Antrag gestellt. Sie wollten wissen, wie die Stadt gemeinsam mit Krankenhäusern und Fachärzten die Aufklärung verbessern kann. Ziel ist es, dass Betroffene schneller erfahren, wie sie behandelt werden können und wo es Hilfe gibt.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek hat nun geantwortet. Sie erklärt, dass es in München bereits gute Angebote gibt. Die München Klinik hat in Harlaching und Schwabing Schmerzkliniken, die auf Kopfschmerzen und Migräne spezialisiert sind. Allein in der Tagesklinik in Schwabing werden jährlich etwa 200 Patienten behandelt. Auch das LMU Klinikum ist eine wichtige Anlaufstelle und gilt als Kompetenzzentrum für diese Erkrankung. Zudem gibt es spezialisierte Praxen in der Stadt und eine Selbsthilfegruppe des Bundesverbandes (CSG e.V.).

Bei der Behandlung gibt es wichtige Details: Gegen akute Attacken hilft oft das Einatmen von reinem Sauerstoff, was aber meist nur in Kliniken oder Praxen möglich ist. Es gibt auch spezielle Medikamente wie Triptane als Nasenspray. Normale Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol bringen bei Clusterkopfschmerzen in der Regel gar nichts.

Die Stadt betont, dass sie zwar viele allgemeine Gesundheitsangebote wie Gesundheitstage oder Fachstellen betreibt, aber nicht jedes einzelne Krankheitsbild intensiv betreuen kann. Hier seien medizinische Fachgesellschaften und Patientenorganisationen gefragt. Die München Klinik sieht sich als Maximalversorger und bietet sowohl neurologische Abklärungen als auch eine fachübergreifende Schmerztherapie an.

Ob die Stadt über die bestehenden Angebote hinaus weitere konkrete Maßnahmen zur Vernetzung plant, bleibt offen. Die Gesundheitsreferentin geht davon aus, dass die Angelegenheit mit diesen Informationen vorerst erledigt ist.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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