München vergibt Stipendium im ehemaligen Lenz-Haus
In der Mannheimer Straße 5 in München (Bayern) steht ein besonderes Haus. Hier lebten der Schriftsteller Hermann Lenz und seine Frau Hanne von 1975 bis zum Tod des Autors im Jahr 1998. Das Gebäude nahe der Münchner Freiheit wird nun zu einem Ort für neue Literatur.
Die Stadt München und die Hermann-Lenz-Stiftung haben sich zusammengeschlossen. Sie schreiben für das Jahr 2026 erstmals ein Aufenthaltsstipendium aus. Das Ziel ist es, Autoren einen Raum zu bieten, in dem sie abseits ihres Alltags konzentriert an ihren Projekten schreiben können. Das Haus wurde nach dem Tod von Hanne Lenz im Jahr 2010 saniert und steht ab 2027 für die Stipendiaten bereit.
Das Stipendium wird zweimal im Jahr vergeben. Die Aufenthalte dauern jeweils drei Monate und starten entweder im März oder im September. Das Kulturreferat der Stadt stellt dafür jährlich 15.000 Euro für die Pauschalen zur Verfügung. Ein Kuratorium aus Literaturwissenschaftlern entscheidet, wer den Platz bekommt. Idealerweise haben die Bewerber oder ihre Werke einen Bezug zu Hermann Lenz, das ist aber keine feste Bedingung.
Die erste Ausschreibung erfolgt 2026 für den Aufenthalt im Frühjahr 2027, also ab März. Wer sich bewerben möchte, muss seine Unterlagen bis zum 1. November per E-Mail an [email protected] schicken.
Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Stadt München unter www.muenchen.de/lenz-stipendium sowie unter www.hermann-lenz-stiftung.de.
Quelle: München – zur Originalmeldung