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München schützt bedrohte Tier- und Pflanzenarten

Der Stadtrat hat ein neues Konzept beschlossen, um die Natur in der Stadt zu retten. Mit speziellen Karten soll verhindert werden, dass wichtige Lebensräume verschwinden.

In Bayern sind aktuell mehr als 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten akut bedroht. Auch in München (Bayern) ist die Lage ernst. Seit 1992 sind viele Arten aus dem Stadtgebiet verschwunden, darunter über 100 Wildbienen- und mehr als 30 Schmetterlingsarten. Das betrifft nicht nur seltene Tiere, sondern immer mehr Arten, die eigentlich weit verbreitet sind.

Um das zu stoppen, hat der Stadtrat nun die sogenannte „Flächenkulisse Biodiversität“ beschlossen. Das ist im Grunde eine Art digitaler Plan, der auf einer riesigen Datenmenge basiert. Experten haben dafür über 5.000 Hektar Land untersucht und rund 50.000 Einzeldaten von gefährdeten Pflanzen und Tieren gesammelt. Auch Luftbilder der Stadt wurden genutzt.

Die neuen Karten zeigen genau, welche Naturflächen und Lebensräume im Stadtgebiet unbedingt erhalten bleiben müssen. Das gilt nicht nur für wilde Wiesen oder Wälder, sondern auch für begrünte Wohngebiete oder Parks mit alten Bäumen. Diese Flächen sind wichtig für das Klima, helfen beim Rückhalt von Regenwasser und sichern die Lebensqualität in der Stadt.

Mit diesem Werkzeug will die Stadtentwicklung künftig besser planen. Die Karten helfen dabei, neue Schutzgebiete auszuweisen und Lebensräume besser miteinander zu vernetzen. Wenn neue Daten verfügbar sind, kann der Plan jederzeit aktualisiert werden, damit er zur Entwicklung der Stadt passt.

Die Erstellung des Konzepts wurde von einem Fachbüro übernommen und wissenschaftlich von der Technischen Universität München sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf begleitet. Details zum Beschluss sind online im Informationssystem der Stadt einsehbar.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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