München rüstet Brunnen für Wasserersparnis technisch nach
In München (Bayern) sollen in den nächsten drei Jahren mindestens 30 Brunnen technisch aufgerüstet werden. Der Stadtrat hat dem Baureferat dafür 900.000 Euro gegeben. Es geht vor allem um Brunnen, die besonders viel Wasser verbrauchen. Durch eine neue Mess- und Steuerungstechnik soll weniger Frischwasser verschwendet werden.
Das Geld soll sich schnell rechnen. Die Stadt geht davon aus, dass die Kosten für die Technik innerhalb von zwei bis vier Jahren durch die gesparten Wasser- und Abwasserkosten wieder eingespielt sind.
Einige Maßnahmen greifen sofort: Der bekannte Fischbrunnen am Marienplatz wird noch im August nachgerüstet. So kann er trotz der aktuellen Saison wieder in Betrieb gehen, läuft aber kürzer, um Wasser zu sparen. Bis zum Start der nächsten Saison sollen insgesamt zehn Brunnen fertig sein. Das würde pro Betriebstag etwa 300 Kubikmeter Wasser einsparen.
Die Stadt hat bereits erste Schritte unternommen, da Wasser knapp geworden ist. Seit dem 1. Juli wurde der Verbrauch schon um über 40 Prozent gesenkt. Zehn der wasserhungrigsten Brunnen wurden komplett abgeschaltet. Bei 56 anderen Anlagen, die bereits über die neue Technik verfügen, wurde die Laufzeit verkürzt. Statt von 8 bis 22 Uhr laufen diese nun nur noch von 10 bis 20 Uhr. So sind sie zwar in der größten Hitze für die Menschen da, verbrauchen aber insgesamt weniger.
Insgesamt betreut das Baureferat 200 Zierbrunnen, wovon 50 auch als Trinkbrunnen dienen. Die Stadt möchte die Brunnen als Kühlung in der Innenstadt behalten, aber den Verbrauch ökologisch und wirtschaftlich senken.
Quelle: München – zur Originalmeldung